Feigen vom Hof – natürlich, regional, außergewöhnlich Willkommen im Blog von www.feigenabhof.de – deinem digitalen Feigen-Garten! 🌿 Hier erfährst du alles über Feigenanbau in Deutschland, spannende Sortenporträts, saisonale Rezeptideen und praktische Pflegetipps direkt vom Hof. Ob Hobbygärtner, Genießer oder Feigen-Fan – bei uns findest du Wissen, das wirklich Früchte trägt.
Die Ficus carica Bornholm stammt aus Dänemark und gilt als eine der winterhärtesten Feigensorten überhaupt. Mit ihrer beeindruckenden Frostresistenz bis -20°C ermöglicht sie auch Gärtnern in kälteren Regionen den erfolgreichen Feigenanbau. Obwohl der Ertrag geringer ausfällt als bei mediterranen Sorten, überzeugt die Bornholm durch ihre Zuverlässigkeit und die süßen, rot gefärbten Früchte. Diese robuste Sorte bevorzugt sonnige Standorte und zeigt einen schwachen bis mittleren Wuchs. Für alle, die eine pflegeleichte und klimaresistente Feige suchen, ist die Bornholm eine ausgezeichnete Wahl.
Sorte aus Dänemark mit sehr guten Eigenschaften bezüglich Winterhärte. Allerdings weniger Ertrag als andere Sorten.
Ursprung
Dänemark
Synonym
–
Standort
bevorzugt sonnige Standorte, kann auch an etwas unpassenderen
Wuchs
schwach bis mittel
Ertrag
wenig bis mittel, August bis September
Frucht
Schale: Erste Ernte grün – rot, klein bis mittelgroße Früchte, Ertrag eher niedrig Fruchtfleisch: rot, süß
Winterhart
frosthart bis -20°C
Update 01.10.2023:
Interessant war, dass sich die Bornholm Feige dieses Jahr mit intensiverer Farbe präsentiert hatte, als das Jahr davor. In den vergangenen Jahren hatte ich zwar auch auf den Reifezeitpunkt geachtet, doch es ist durchaus erstaunlich, wie sich die Frucht unterscheidet. Ich bin auf jeden Fall auf die anderen Früchte gespannt.
Die Ficus carica ‚Richtis Gorge‘ wurde in der berühmten Richtis Schlucht auf Kreta entdeckt und ist eine der außergewöhnlichsten Feigensorten Griechenlands. Diese besondere Feige fällt sofort durch ihre orange-rosa Färbung auf, die an einen reifen Pfirsich erinnert. Das Besondere dieser Sorte ist jedoch ihr Geschmack: Das helle Fruchtfleisch entwickelt eine intensive Pfirsich-Note, die sie von allen anderen Feigensorten unterscheidet. Die robuste Pflanze wächst auch an halbschattigen Standorten zwischen anderen Sträuchern und erreicht eine beachtliche Höhe von über 4 Metern.
Eine der definitiv schönsten Schluchten auf Kreta ist die Richtis Schlucht. Wir waren noch gar nicht richtig in der Schlucht angekommen, da wuchsen links und rechts am Wegesrand riesige Feigenbäume. Teilweise standen Sie in den Gärten und teilweise frei, wie das ebenso in Griechenland ist. Interessanterweise waren die Pflanzen Mitte Oktober komplett ohne Früchte und so war etwas enttäuschend, dass man nicht einmal eine Frucht von den Bäumen naschen konnte. Auf dem Weg zur Richtis Schlucht sind noch weitere kleinere Gärten zu finden, zufällig gab es dort einen Baum, der zwar blattlos war, aber kleine reife Früchte hatte. Die einzige Gelegenheit im gesamten Urlaub einmal Feigen vom Baum zu essen. Die Frucht selbst ist orange-rosa, eher wie ein roter Pfirsich gefärbt. Im Inneren ist das Fruchtfleisch hell, auch wie bei einem Pfirsich und jetzt kommt der Knaller, der Geschmack der reifen Frucht hat ohne Witz eine intensive Pfirsich-Note. Alles in allem also eine Feige, die den Namen Pfirsich oder Peach erhalten sollte.
Ursprung
Kreta, Griechenland
Synonym
–
Standort
Auch wenn Feigen einen sonnigen Standort bevorzugen, stand diese Pflanze zwischen anderen Sträuchern, auch Brombeeren und nur der obere Teil schaute heraus. In dieser Region gehen die Temperaturen schätzungsweise nicht unter 9 °C, daher kann die Winterhärte so noch nicht genannt werden. Feigen können hier jedoch durchaus überraschen, vor allem mit einem bestimmten Alter.
Wuchs
Die Pflanze am Fundort war mindestens 4 hoch.
Ertrag
Die Frucht hatten wir im Oktober gepflückt, ob eine Bestäubung notwendig ist, wird sich erst zeigen müssen. Da zu diesem Zeitpunkt alle anderen Feigen komplett ohne Früchte waren, könnte es dafür sprechen, dass es eher eine Feige ist, die auch außerhalb der Hauptsaison, bezogen auf die Feigenwespe, Früchte produzieren kann. Aber wie geschrieben, muss es erst gesprüft werden.
Frucht
Die Frucht selbst ist orange-rosa, eher wie ein roter Pfirsich gefärbt. Im Inneren ist das Fruchtfleisch hell, auch wie bei einem Pfirsich und jetzt kommt der Knaller, der Geschmack der reifen Frucht hat ohne Witz eine intensive Pfirsich-Note.
Ficus hircana gehört zu den winterhärtesten und zuverlässigsten Feigensorten für deutsche Gärten. Diese ursprünglich aus Aserbaidschan stammende Sorte begeistert Hobbygärtner mit ihrer robusten Natur und dem süßen, aromatischen Geschmack ihrer Früchte. Dank ihrer außergewöhnlichen Kältetoleranz von bis zu -15°C eignet sich diese Feigensorte perfekt für das mitteleuropäische Klima. Die grünen Früchte mit ihrem charakteristischen roten Fruchtfleisch reifen selbst unter weniger optimalen Bedingungen zuverlässig ab und machen Ficus hircana zu einer idealen Wahl für Gartenneulinge und erfahrene Feigenliebhaber gleichermaßen.
Beliebte Sorte aus Italien, Stecklinge stammen von einer italienischen Gärtnerei.
Ursprung
Aserbaidschan
Synonym
–
Standort
bevorzugt sonnige Standorte, wächst auch unter nicht vollsonnigen Standorten zuverlässig und das wichtigste, diese Feige liefert fleißig Früchte.
Wuchs
kräftig
Ertrag
Ernte im Herbst
Frucht
Schale: grün, wird als blaugrau beschrieben, kann ich bisher nicht bestätigen, eventuell liegt es am späten Reifezeitpunkt (Ende Oktober) Fruchtfleisch: rot, aromatisch
Winterhart
Mit -15 °C ist sie beschrieben, hat jedoch schon deutlich kältere Nächte bei uns ausgehalten, die Pflanze ist seit 2020 ausgepflanzt.
Die Feige Pedro gehört zu den winterhärtesten und zuverlässigsten Feigensorten für den deutschen Garten. Diese goldene Biferfeige zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Kältebeständigkeit aus und bringt zweimal jährlich mittelgroße, süße Früchte hervor. Mit ihrer robusten Natur ist die Pedro ideal für Garteneinsteiger und erfahrene Feigenliebhaber gleichermaßen. Die Sorte gedeiht sowohl im Freiland als auch im Kübel und begeistert mit ihrer zuverlässigen Fruchtbildung selbst in kühleren Regionen Deutschlands.
Goldene Biferfeige , mittelgroß, sehr kältebeständig! Exzellent!
Neue Feigensorten bereichern unsere Sammlung und bieten Feigenliebhabern spannende Varietäten für den heimischen Garten. Um die Sortenvielfalt kontinuierlich zu erweitern, haben wir seltene Mutterpflanzen ausgewählter Ficus carica Sorten angeschafft. Diese besonderen Feigensorten zeichnen sich durch ihre einzigartigen Eigenschaften aus und ergänzen perfekt bestehende Gartensammlungen. Jede neue Varietät bringt individuelle Fruchtcharakteristika und Wuchseigenschaften mit sich.
Damit die Sortenvielfalt auch in Zukunft interessant bleibt, habe ich noch ein paar neue Mutterpflanzen angeschafft.
Darunter sind:
Ficus carica „Col de Dame Noir“ Ficus carica „Goldfeige“ Ficus carica „Inca Gold“, Ficus carica „Longue d’Aout atypique“ Ficus carica „Marseillaise“ Ficus carica „Noir de Caromb“ auch Ficus carica „Perroquine“
und Ficus carica „Podersdorfer“
Sobald ich genug Informationen und Fotos zusammengetragen habe, erscheinen die Infos hier auf der Webseite.
Die Michurinska-10 Feige gilt als eine der winterhärtesten Feigensorten weltweit und ist ideal für deutsche Gärten geeignet. Diese außergewöhnlich kältetolerante Sorte aus Bulgarien übersteht Temperaturen bis -22°C und bietet dennoch zweimal jährlich eine reiche Ernte süßer Früchte. Dank ihrer Robustheit und dem Austrieb auf einjährigem Holz ist die Michurinska-10 selbst in rauen Klimazonen eine zuverlässige Wahl für Hobbygärtner. Erfahren Sie alles über Anbau, Pflege und die besonderen Eigenschaften dieser bemerkenswerten Feigensorte.
Michurinska-10: Die kältetolerante Feigensorte aus Bulgarien – robust, ertragreich & perfekt für deutsche Gärten
Die Feigensorte Michurinska-10 gilt als eine der widerstandsfähigsten Sorten weltweit. Ursprünglich aus Bulgarien stammend, ist sie ideal für Regionen mit kalten Wintern und kurzen Sommern – und damit perfekt für das Klima in vielen Teilen Deutschlands.
Herkunft & Synonyme
Bereits um 1960 beschrieben, ist Michurinska-10 auch unter den Namen Florea, Ali Pascha und Brown bekannt. Sie ist eine traditionelle bulgarische Sorte, die vor allem in Bulgarien, Mazedonien, Serbien und Rumänien kultiviert wird.
Winterhärte bis -22 °C
Michurinska-10 ist eine der kältetolerantesten Feigensorten überhaupt. Sie wird der USDA-Klimazone 6b (-21 bis -22 °C) zugeordnet. Selbst bei starken Frösten treibt sie im Frühjahr wieder kräftig aus und sichert eine Ernte noch im selben Jahr.
Zwei Erntefenster pro Jahr
Diese Sorte ist besonders ertragreich:
Erste Ernte: ab Juni
Zweite Ernte: ab Ende Juli bis September, je nach Region auch bis in den Oktober
Die Früchte reifen auf dem einjährigen Holz, also den neuen Trieben. Selbst wenn die Pflanze im Winter zurückfriert, ist eine Sommerernte trotzdem möglich.
Frucht & Geschmack
Schale: grünbraun bis violett
Fruchtfleisch: orange bis himbeerfarben
Größe: klein bis mittelgroß
Aroma: sehr guter, süßer Geschmack
Wuchs & Standort
Wuchsform: mittel bis stark wachsend
Standort: bevorzugt vollsonnige, geschützte Plätze, ideal für die Auspflanzung im Garten
Regeneration: nach Frösten sehr kräftiger Neuaustrieb
Bestellen & Versand
Interesse an dieser außergewöhnlichen Feigensorte? Jetzt Ficus carica Michurinska-10 für 43 € pro Pflanze sichern.
Versandkosten: ab 8,99 €, je nach Bestellmenge
Versandtage: Montag & Dienstag nach Zahlungseingang
Hinweis: begrenzte Stückzahl, ggf. Warteliste bei hoher Nachfrage
Fazit
Wer eine winterharte, robuste und geschmackvolle Feigensorte sucht, liegt mit Michurinska-10 genau richtig. Sie kombiniert Frostverträglichkeit mit hohem Ertrag und aromatischen Früchten – perfekt für alle, die auch in kalten Regionen nicht auf eigene Feigen verzichten wollen.
Weitere Informationen findest Du auf unserem Forum oder direkt bei uns im Shop auf Feigenhof.de.
Feigentypen zu bestimmen ist entscheidend für eine erfolgreiche Feigenernte im eigenen Garten. Je nach Typ unterscheiden sich Feigenpflanzen grundlegend in ihrer Bestäubung, Fruchtbildung und damit auch in ihrem Ertrag. Während manche Feigensorten vollkommen selbstständig Früchte entwickeln, sind andere auf spezielle Bestäubung angewiesen. Für deutsche Gärten sind besonders die selbstfruchtenden Sorten interessant, da sie zuverlässig ohne komplizierte Bestäubungsprozesse essbare Feigen produzieren. Die richtige Sortenwahl entscheidet über Erfolg oder Misserfolg beim Feigenanbau.
Es ist wichtig zu wissen, welchen Feigentyp man als Pflanze vor sich hat, damit es mit der Ernte auch wirklich funktioniert.
Welche Typen von Feigen gibt es?
Wir unterscheiden drei Feigentypen.
Smyrna-Typ
Adriatischer Typ
San-Pedro-Typ
Der „Smyrna-Typ“ (smirniaca)
Feigen des Smyrna-Typs zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf die Bestäubung durch die Feigenwespe angewiesen sind und damit verbunden mit dem Vorkommen männlicher Bocksfeigen. Feigen des Smyrna-Typs bilden bei uns keine Früchte aus.
Der „Adriatische Typ“ (hortensis)
Feigen des adriatischen Typs sind parthenokarp und bilden ohne Bestäubung Früchte aus. Aus diesem Grund sind es genau diese Feigensorten, die für uns interessant sind.
Der „San-Pedro-Typ“ (intermedia)
Feigen des San-Pedro-Typs bilden in der ersten Fruchtgeneration Früchte aus, die ohne Bestäubung essbar sind. Die zweite Generation erfordert jedoch eine Bestäubung. Dies bedeutet, dass Feigen dieses Typs effektiv bei uns nur eine Ernte liefern.
Diese neuen Feigensorten versprechen aufregende Geschmackserlebnisse für jeden Feigenliebhaber. Ursprünglich war nur die Sorte Settimo geplant, doch um die Versandkosten zu optimieren, kamen gleich fünf weitere interessante Varietäten dazu. Von der containergeeigneten Turkish Gold mit ihren goldgelben Früchten bis zur robusten bulgarischen Michurinska-10 bietet diese Auswahl für jeden Garten die passende Feigensorte. Besonders spannend sind die früh reifende Cerretto und die außergewöhnlich dunkle Black Donov mit ihrem tiefroten Fruchtfleisch.
Eigentlich war ich nur auf die Sorte Settimo gespannt. Doch damit die Versandkosten etwas relativiert werden, kamen direkt noch ein paar dazu.
Ficus carica „Turkish Gold“ – Gelbe Frucht, späte Ernte, nur für Containerkultur
Ficus carica „Cerretto“ – violette Frucht mit rotem Fruchtfleisch, frühe große Ernte ab Juni/Juli
Ficus carica „Black Donov“ – fast schwarze Frucht mit tiefrotem Fruchtfleisch, vermutlich durch Kreuzung mit Michurinska-10 entstanden.
Ficus carica „Michurinska-10“ – grün-rote bis violette Frucht, bulgarische Feigensorte, fruchtet am neuen Holz, diese Sorte liefert selbst nach dem zurückfrieren noch im selben Jahr Früchte.
Ficus carica „Settimo“ – Gelbe Frucht mit rotem Fruchtfleisch
Ich dachte ich teste einfach eine andere Baumschule. Ansonsten ist es etwas schwierig entsprechend andere Sorten zu finden, die meine bisherigen Quellen so anbieten.
Die Brunswick Feige (Ficus carica ‚Brunswick‘) gilt als eine der besten winterharten Feigensorten für den deutschen Garten. Diese robuste Sorte, auch als ‚Braunschweig‘ oder ‚Hardy Brunswick‘ bekannt, stammt bereits aus dem 12. Jahrhundert und hat sich über Jahrhunderte in unserem Klima bewährt. Mit ihrer Winterhärte bis -15°C und den großen, süßen Früchten ist sie ideal für Hobbygärtner, die exotische Früchte im eigenen Garten ernten möchten. Die Brunswick Feige trägt zweimal jährlich und begeistert mit Früchten von 100-120g Gewicht.
Ficus carica ‚Braunschweig‘
Gilt als sehr winterhart, geschmacklich sehr gute und große Früchte
Ursprung
-, schon seit dem 12. Jahrhundert in Deutschland in Kultur
Synonym
„Hardy Brundwick“, „Braunschweig“, „Brunswig“, „Hannover“, „Brown Hamburg“, „Bayswater“, „Black Naples“, „Boughton“, „Broad White Turkey“, „Clementine“, „Dalmatia“, „Dalmatian“ („Dalmatie“ ist eine andere Feigensorte), „Madonna“, „Magnolia“, „Castle Kennedy“ und „Vashon Violet“
Standort
bevorzugt sonnige Standorte
Wuchs
mittelstark bis 5 Meter
Ertrag
zweimal tragend; Juni bis Juli und Ende August bis September
Frucht
große bis sehr große Früchte, 100-120 g, mit grünroter Schale. Bei Vollreife hell gelb-roter Farbe der Schale. Fruchtfleisch rot und selbst bei mittlerer Reife schon sehr süß. Früchte reifen schnell, erste Früchte schon im Juni. Ertrag nicht so hoch wie bei kleinfruchtigen Sorten.
Winterhart
gut winterhart bis -15 °C, ältere Pflanzen auch deutlich tiefere Temperaturen.
Sind Feigen vegan oder nicht – diese Frage beschäftigt viele Menschen, die sich pflanzlich ernähren. Der Mythos, dass Feigen aufgrund der Bestäubung durch Wespen nicht vegan seien, hält sich hartnäckig im Internet. Doch was ist wirklich dran an dieser Behauptung? Als Feigenexperte erkläre ich Ihnen, warum Sie als Veganer bedenkenlos Feigen genießen können und welche wissenschaftlichen Fakten hinter der Feigenbestäubung stehen. Die Wahrheit wird Sie überraschen und alle Zweifel beseitigen.
Veganer verzichten auf alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs.
Ich bin wirklich entsetzt wie weit das Thema vegane Ernährung bereits ins lächerliche abdriftet.
In folgendem Beitrag habe ich schon vor Jahren erklärt, wie die Bestäubung der Feigen in der Natur abläuft. Das faszinierende ist, dass es nun einige gibt, die auf Grund dieses Wissens keine Feigen mehr essen wollen.
Im Internet bin ich dann auch immer wieder auf die Frage gestoßen, ob Feigen wirklich vegan sind. Oder man als Veganer Feigen essen darf.
Bin ich als Radfahrer, wenn ich durch den Mund atme und eine Fliege verschlucke, immer noch vegan?
Bei der Frage ob Feigen für Veganer geeignet sind, muss man, wenn diese Frage wirklich beantwortet werden muss. Erst einmal schauen, ob die Frucht durch Bestäubung entstanden ist oder nicht.
Doch bei Feigen ist es wie mit dem Fahrrad fahren, oder dem Schlafen. Ganz ehrlich was ist mit einem Veganer, wenn er beim Radfahren eine Fliege verschluckt oder im Schlaf eine Spinne isst. Bewusst betrachtet ist es gerade beim Radfahren nicht wirklich ein überzeugendes Erlebnis, dass immer wieder passieren muss.
Keine Wespe in reifer Feige
Doch ganz ehrlich, bei Feigen ist in der Frucht längst kein Insekt mehr vorhanden.
Von der Bestäubung bis zur reifen Feigen vergehen ein paar Tage. Innerhaln dieses Prozesses werden die in der sich bildenden Frucht vorhandenen Wespen durch Enzyme zersetzt. Die Feige ist nun keine fleischfressende Pflanze.
Sobald die Feige reif ist, wird am Ende keine Wespe mehr in der Frucht vorhanden sein.
Sind nun Feigen für veganer geeignet? Ja klar sind sie es, die Wespe ist ursprünglich essentiell für die Befruchtung der Feigen notwendig. Ohne Wespe wäre dieser Wunder der Natur nicht möglich.
Was ist jetzt mit den pathenokarpen Feigensorten?
Richtig, es gibt die pathenokarpen Feigensorten, Feigenpflanzen, die für die Bildung von Früchten keine Wespe zur Bestäubung benötigen. Diese Feigen sind von Anfang an insektenfrei. Jetzt fragst Du dich bestimmt, warum die Wespe ursprünglich notwendig war.
Selbstfruchtende Feigen haben ein großes Problem
Wenn eine Feige selbstfruchtend ist, dann bildet die Frucht selbst zwar auch Samen aus, doch diese sind nicht keimfähig. Bedeutet, dass diese Pflanzen in der Natur auf Dauer nicht überlebensfähig wären. Natürlich kann so ein Feigenbaum sehr alt werden, doch vermehren lässt er sich nur durch Stecklinge/Ableger. Hierfür braucht es einen Gärtner oder einen Zufall. Die Natur verlässt sich jedoch nicht auf Zufälle, sondern benötigt eine Ausbreitung durch Samen, die durch Tiere, bei Feigen meist Vögel, effektiv verbreitet werden.
Was bedeutet das nun für Veganer?
Lass dich nicht verwirren oder verunsichern. Feigen sind seit Menschengedenken ein Grundnahrungsmittel. Der Feigenbaum ist die erste Kulturpflanze für die Ernährung der Menschen, welche sie zu erst für sich entdeckten. Hätten sie sich damals Gedanken über eine Millimeter große Wespe gemacht, wären sie vermutlich verhungert.
Also liebe Veganer genießt den tollen Geschmack reifer Feigen oder getrockneter Feigen, sie haben so viel zu bieten. Und für alle Zweifler schaut bei meinen Wespenfreien Sorten vorbei.