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Neue Feigensorten: 4 seltene Feigenbäume für Sammler

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Neue Feigensorten zu entdecken ist für jeden Feigenliebhaber ein besonderes Ereignis – und genau das durfte ich kürzlich erleben. Nach längerer Zurückhaltung habe ich vier außergewöhnliche Feigensorten für meine Sammlung erworben, die jeden Garten bereichern. Diese seltenen Feigenbäume bringen nicht nur geschmackliche Vielfalt, sondern auch interessante Wuchseigenschaften und Anpassungsfähigkeit mit. Für alle Feigen-Enthusiasten und Sammler stelle ich heute meine neuen botanischen Schätze vor, die von der wilden Bakio Latza bis zur seltenen Breba Blue reichen.

Nach langer Zeit der Zurückhaltung habe ich mir endlich wieder etwas gegönnt – und zwar nicht irgendeinen Gartenzuwachs, sondern gleich vier neue Feigensorten, die mein Herz höherschlagen lassen. Jede von ihnen bringt ihren ganz eigenen Charakter, Geschmack und Charme mit. Für alle, die sich ebenfalls für Feigenbäume begeistern oder auf der Suche nach besonderen Sorten für ihre Sammlung sind, stelle ich euch heute meine neuen Schätze vor:

🌿 1. Bakio Latza – Die Wilde aus dem Baskenland

Diese Sorte stammt aus dem baskischen Dorf Bakio, das bekannt ist für seine alte Feigenkultur. Der Zusatz „Latza“ bedeutet auf Baskisch so viel wie „wild“ oder „rau“ – und genau das spiegelt sich auch in ihrem robusten Wuchs wider. Die Bakio Latza ist eine urtümliche Feige mit kräftigem Charakter, widerstandsfähig gegenüber Wind und Wetter und ideal für naturnahe Gärten. Ihre Früchte sind mittelgroß, außen grünlich-violett, innen dunkelrot – mit einer würzig-fruchtigen Note, die überrascht.

💙 2. Breba Blue – Eine Rarität mit blauer Frühfeige

Der Name „Breba Blue“ verrät es schon: Diese Sorte liefert blaue Frühfeigen – also eine sogenannte Breba-Ernte auf dem vorjährigen Holz. Und diese hat es in sich! Die Früchte reifen früh im Jahr, sind besonders saftig und haben ein dunkelblaues bis violettes Äußeres mit leuchtend rotem Inneren. Ihr Geschmack ist süß mit einer angenehm erfrischenden Säure. Ideal für alle, die sich im Frühsommer schon über Feigen freuen wollen.

🏡 3. Basel – Ein Klassiker aus der Schweiz

Die Sorte Basel ist in der Schweiz schon lange unter Liebhabern bekannt, aber bei uns in Deutschland noch eher selten zu finden. Umso mehr freue ich mich, dass ich endlich ein Exemplar ergattern konnte. Die Basel-Feige ist besonders kälteverträglich und liefert mittelfrühe, mittelgroße, grüne bis violette Früchte mit rosafarbenem Fruchtfleisch. Sie schmeckt mild-süß mit feiner Würze und eignet sich hervorragend für den Frischverzehr – oder auch mal für eine selbstgemachte Feigenkonfitüre.

💛 4. Kroatische Gelbe Riesige – Mediterraner Luxus im Garten

Allein der Name klingt schon nach Urlaub am Mittelmeer: Kroatische Gelbe Riesige Feige. Und sie hält, was sie verspricht. Die Früchte sind wirklich riesig, mit ihrer zitronengelben Schale und dem sahnig-roten Inneren ein echter Hingucker. Geschmacklich sind sie süß, cremig und unglaublich aromatisch – fast wie eine Feige-Dessert-Kreation direkt vom Baum. Diese Sorte liebt die Sonne und belohnt mit reichlichen Erträgen, wenn man ihr einen geschützten Platz bietet.


Fazit: Neue Sorten, neue Freude im Feigengarten

Jede dieser vier Feigensorten bringt ihre eigene Geschichte, Farbe und Geschmackskomposition mit in meinen Garten. Es fühlt sich ein bisschen an wie das Wiederentdecken der Leidenschaft – und ich freue mich schon jetzt darauf, ihre Entwicklung über die kommenden Jahre zu beobachten.

Wenn du selbst eine besondere Feigensorte kennst oder bereits Erfahrungen mit einer der oben genannten gemacht hast, schreib mir gerne in die Kommentare. Der Austausch unter Feigenfreunden macht das Gärtnern erst richtig lebendig.

Bleib fruchtig!
🍃 Bernd vom Feigenhof.de

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Ficus carica Richtis Gorge – Pfirsich-Feige aus Kreta

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Die Ficus carica ‚Richtis Gorge‘ wurde in der berühmten Richtis Schlucht auf Kreta entdeckt und ist eine der außergewöhnlichsten Feigensorten Griechenlands. Diese besondere Feige fällt sofort durch ihre orange-rosa Färbung auf, die an einen reifen Pfirsich erinnert. Das Besondere dieser Sorte ist jedoch ihr Geschmack: Das helle Fruchtfleisch entwickelt eine intensive Pfirsich-Note, die sie von allen anderen Feigensorten unterscheidet. Die robuste Pflanze wächst auch an halbschattigen Standorten zwischen anderen Sträuchern und erreicht eine beachtliche Höhe von über 4 Metern.

Eine der definitiv schönsten Schluchten auf Kreta ist die Richtis Schlucht. Wir waren noch gar nicht richtig in der Schlucht angekommen, da wuchsen links und rechts am Wegesrand riesige Feigenbäume. Teilweise standen Sie in den Gärten und teilweise frei, wie das ebenso in Griechenland ist. Interessanterweise waren die Pflanzen Mitte Oktober komplett ohne Früchte und so war etwas enttäuschend, dass man nicht einmal eine Frucht von den Bäumen naschen konnte. Auf dem Weg zur Richtis Schlucht sind noch weitere kleinere Gärten zu finden, zufällig gab es dort einen Baum, der zwar blattlos war, aber kleine reife Früchte hatte. Die einzige Gelegenheit im gesamten Urlaub einmal Feigen vom Baum zu essen. Die Frucht selbst ist orange-rosa, eher wie ein roter Pfirsich gefärbt. Im Inneren ist das Fruchtfleisch hell, auch wie bei einem Pfirsich und jetzt kommt der Knaller, der Geschmack der reifen Frucht hat ohne Witz eine intensive Pfirsich-Note. Alles in allem also eine Feige, die den Namen Pfirsich oder Peach erhalten sollte.

UrsprungKreta, Griechenland
Synonym
StandortAuch wenn Feigen einen sonnigen Standort bevorzugen, stand diese Pflanze zwischen anderen Sträuchern, auch Brombeeren und nur der obere Teil schaute heraus. In dieser Region gehen die Temperaturen schätzungsweise nicht unter 9 °C, daher kann die Winterhärte so noch nicht genannt werden. Feigen können hier jedoch durchaus überraschen, vor allem mit einem bestimmten Alter.
WuchsDie Pflanze am Fundort war mindestens 4 hoch.
ErtragDie Frucht hatten wir im Oktober gepflückt, ob eine Bestäubung notwendig ist, wird sich erst zeigen müssen. Da zu diesem Zeitpunkt alle anderen Feigen komplett ohne Früchte waren, könnte es dafür sprechen, dass es eher eine Feige ist, die auch außerhalb der Hauptsaison, bezogen auf die Feigenwespe, Früchte produzieren kann. Aber wie geschrieben, muss es erst gesprüft werden.
FruchtDie Frucht selbst ist orange-rosa, eher wie ein roter Pfirsich gefärbt. Im Inneren ist das Fruchtfleisch hell, auch wie bei einem Pfirsich und jetzt kommt der Knaller, der Geschmack der reifen Frucht hat ohne Witz eine intensive Pfirsich-Note.
WinterhartDarüber kann noch nichts geesagt werden.

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Feigensorten Sammlung: 17 neue exotische Feigen Varietäten

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Feigensorten Liebhaber aufgepasst: Die Sammlung wächst um 17 faszinierende neue Varietäten! Von der bosnischen Petrovaca über die französische Rouge de Juillet bis hin zur seltenen Ficus palmata Punjab – jede dieser Feigen bringt ihre eigenen Charakteristika mit. Diese neuen Zugänge erweitern nicht nur die genetische Vielfalt der Sammlung, sondern bieten auch spannende Möglichkeiten für Geschmacksvergleiche und Anbauexperimente. Besonders interessant sind dabei die Hybriden wie die Ficus palmata x carica Alma, die neue Dimensionen in der Feigenzucht eröffnen.

Ficus carica „Petrovaca Bosnie“1
Ficus carica „Bleu Tchèque“2
Ficus palmata x carica „Alma“3
Ficus carica „Ghoudane Lhor“, Ficus carica „Ghoudane Noir“4
Ficus carica „Pedro“5
Ficus carica „BG Gold“, Ficus carica „Bulgare Gold“6
Ficus carica „Sal’s Fig“7
Ficus carica „Zuccherina“8
Ficus carica „Datte“9
Ficus carica „Encanto Honey“10
Ficus carica „Rouge de Juillet“11
Ficus carica „Brooklyn Dark“12
Ficus carica „Nero di Vallecalda“, Ficus carica „Nero 600“13
Ficus carica „Jerusalem noir“, Ficus carica „Smyrna“14
Ficus palmata „Punjab“15
Ficus carica „Stanley’s Dalmatian“16
Ficus carica „Turca“, Ficus carica „Turco“17