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Feigenbaum trägt keine Früchte – Ursachen & Lösungen

Ihr Feigenbaum trägt keine Früchte trotz guter Pflege? Dieses häufige Problem frustriert viele Hobbygärtner, lässt sich aber meist einfach lösen. Frisch gepflanzte Feigenbäume benötigen ein bis zwei Jahre Eingewöhnungszeit, bevor sie zuverlässig Früchte ausbilden. In dieser Phase ist die richtige Balance aus Bewässerung und Nährstoffversorgung entscheidend für den späteren Ertrag. Mit den bewährten Tipps aus der Praxis bringen Sie Ihren Ficus carica garantiert zum Fruchten.

Eine Frage, die er häufig gestellt wird und durch einfache Maßnahmen behoben werden kann.

Dein Feigenbaum bildet keine Früchte? Ich erkläre Dir was zu ist.

Du hast Dir einen Feigenbaum gekauft und erfolgreich in den Garten eingepflanzt, ihn gut gehegt und gepflegt und doch bildet er keine Früchte aus.

Das ist noch kein Grund zur Panik. Gerade frisch eingepflanzte Feigenbäume benötigen in den ersten ein bis zwei Jahren eine Eingewöhnung. Auch ist es wichtig, dass die Pflanzen in dieser Zeit regelmäßig gegossen werden müssen. Nur so kann es der Feige gelingen die Wurzelphase gut zu überstehen und sich durch die Bildung kräftiger Wurzeln am neuen Standort einzuwachsen.

Nur mit einer guten Wurzelphase kann es der Feige gelingen auch Früchte auszubilden. Ohne gute Wasserversorgung geht der Feige sprichwörtlich die Puste aus und sie wird keine Früchte ausbilden.

In so einem Fall gibt es nicht viel zu tun, als abzuwarten. Feigen sind sehr robust und genügsam, benötigen jedoch auch etwas Verständnis.

Das gilt vor Allem auch bei der Nährstoffversorgung. Eine Feige die gut im Futter steht, was an einem sehr starkwüchsigen Verhalten zu erkennen ist, bildet auch keine Früchte. Das Vermeiden von zu hohen Stückstoffgaben, sorgt dafür, dass die Feigen nicht in die Länge wachsen. Kompakter bleiben und Früchte ausbilden.

Das verwendet von Kalium und Phosphor betonten Düngern sorgt für kräftige gesunde Feigen, die viele Früchte ausbilden.

Es gibt jedoch noch einen weiteren Faktor, der für das Ausbleiben der Früchte sorgen kann. Steht die Feige an einem zu kalten und schattigen Standort, dann wird sie kaum Früchte ausbilden. Je sonniger und wärmer eine Feige wächst umso eher und mehr bildet sie Früchte aus. Hier hilft es nur, wenn der Feigenbaum mit den Jahren immer größer wird und mehr Sonnenlicht erreicht. Oder wenn die Pflanze umgepflanzt wird, dann jedoch wird die Feige unter Umständen Zeit benötigen um sich an den neuen Standort anzupassen. Rechne nach dem Umpflanzen damit, dass der Feigenbaum ein bis drei Jahre benötigt um wieder Früchte auszubilden.

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Feigenbaum schneiden: So gelingt der perfekte Rückschnitt

Den Feigenbaum richtig zu schneiden ist der Schlüssel für eine reiche Ernte und gesundes Wachstum. Durch gezielte Schnittmaßnahmen im Frühjahr regen Sie die Bildung neuer Triebe an, an denen sich die begehrten Feigen entwickeln. Ein fachgerecht durchgeführter Rückschnitt kann den Ertrag Ihres Feigenbaums um ein Vielfaches steigern. Besonders in Deutschland, wo Feigenbäume besonderen klimatischen Herausforderungen ausgesetzt sind, ist der richtige Schnitt essentiell für den Erfolg. Erfahren Sie hier, wann und wie Sie Ihren Feigenbaum optimal beschneiden.

Das beschneiden des Feigenbaums ist eine Tätigkeit, die sehr förderlich für das Wachstum und die Fruchtbildung der Feige ist. Wird eine Feige beschnitten, sorgt dies für eine Wachstumsbeschleunigung, da die Feige versucht das entfernte Holz schnell auszugleichen. Gleichzeitig sorgen die neuen Triebe dafür, dass mehr Triebe vorhanden sind, die für neue Feigen sorgen. Der Ertrag steigt somit mit den Schnittmaßnahmen.

Auch bei jungen und kleinen Feigen kann ein starker Rückschnitt für einen kräftigen Austrieb sorgen, dann widerum für eine ertragreicher Ernte sorgt, als ohne Schnitt. Denn Feigen bilden sich am einjährigen Trieb und ein kräftiger Austrieb sorgt somit für mehr Früchte.

Feigen werden am Besten im zeitigen Frühjahr geschnitten, wenn sie kurz vor dem Austrieb steht. Besitzt ein Feigenbaum sehr viele Alte Triebe, werden sich die Früchte nur an dern Enden ausbilden, da dies die jüngsten Bestandteile sind. Wird eine Feige hingegen geschnitten, sorgt dies für die Ausbildung neuer Triebe, die dann wieder mehr Feigen ausbilden.

Ab April oder je nach Region nach den Eishiligen, empfiehlt es sich daher die Triebknospen auszubrechen und so dafür zu sorgen, dass die ruhenden Knospen austreiben. So entstehen noch mehr Verzweigungen und somit letztlich auch mehr Früchte. Achtet beim Rückschnitt besonders auf das Wetter. Es kann fatal sein, wenn nach einem Rückschnitt eine Frostphase kommt. Denn die Feige kann so deutlich stärker zurückfrieren. In unserem Klima in Deutschland würde ich bis nach den Eisheiligen warten oder das Wetter beobachten. Mir ist es schon passiert, dass die Feige toll ausgetrieben ist, ein Frost kam und alle neuen Triebe erfroren sind. Je weniger vor einer Frostperiode geschnitten wird, umso mehr bleibt übrig, dass nicht zurückgefroren ist.

Für einen schnellen und sauberen Schnitt, habe ich stets meine kleine Gartenschere SKS6 zur Hand. Da feigen relativ weiches Holz haben, können mit dieser kleinen Schere ordentlich dicke Triebe geschnitten werden. Also das was in die Schere passt.

Das Beschneiden des Feigenbaums, kann recht großzügig geschehen. Wichtig ist, dass bei einjährigen Trieben oberhalb des zweiten Auges geschnitten wird.

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Feigenbaum pflanzen: Beste Zeit & Anleitung für Ihren Garten

Einen Feigenbaum pflanzen ist der erste Schritt zu eigenen, süßen Feigen im Garten. Viele Gartenbesitzer fragen sich, wann der optimale Zeitpunkt für die Pflanzung ist und welcher Standort sich am besten eignet. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung und dem passenden Timing können Sie erfolgreich einen Feigenbaum in Ihrem Garten etablieren. Dabei ist vor allem wichtig, dass die Pflanze genügend Zeit zum Einwurzeln bekommt, bevor extreme Witterungsbedingungen auftreten. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die beste Pflanzzeit, den idealen Standort und worauf Sie beim Pflanzen achten sollten.

Wann pflanze ich am Besten einen Feigenbaum?

Diese Frage erreicht mich in den letzten Wochen öfter, denn es ist eine gute und wichtige Frage.

Feigen kauft man sich in der Regel getopft bzw. gut bewurzelt. Genau genommen gilt hier die gleiche Regel, wie für andere Baumschulpflanzen auch. Getopfte Pflanzen können, dass ganze Jahr über gepflanzt werden. Allerdings gibt es einen Haken, der berücksichtigt werden muss.

Gerade für Feigenbäume ist es unerlässlich, dass die Pflanze ausreichend Zeit hat sich am neuen Standort zu verwurzeln. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Feige sich ausreichend einleben konnte und selbst nach einem starken Frost wieder austreiben kann.

Zwar ist es richtig, dass die beste Zeit das Frühjahr und der Herbst sind, doch muss klar sein, dass eine Frostphase kurz nach der Pflanzung sehr schädlich sein wird. Richtiger wäre es, wenn man den Zeitraum besser definiert. Eine Pflanzung nach den Eisheiligen und im frühen Herbst ist ideal, dann sind Frostphasen praktisch ohne Bedeutung.

Doch auch eine Pflanzung im Sommer ist problemlos möglich, wenn keine Hitzeperioden oder Dürrephasen anstehen. Denn wenn es zu heiß oder zu trocken ist, dann stellt die Feige das Wachstum ein und wird sich gut entwickeln.

Feigenbäume pflanzt man an einen sehr sonnigen und windgeschützten Ort. Wobei das Windgeschützt sich mehr auf die bruchgefährdeten Triebe bezieht, als auf die Temperaturen. Ein Standort an einer sonnigen Hauswand ist bestens geeignet.

Feigen bevorzugen es, wenn die Wurzeln gut mit Wasser versorgt werden und der Sproß in der Sonne steht. Der Standort sollte also so gewählt werden, dass der Feigenbaum gut in den Boden wachsen kann.

Zusammengefasst kann man sagen:

  • sonniger und warmer Standort
  • Nähe zu einer Mauer wird geschätzt, auch als zusätzlicher Kälteschutz
  • windige Standorte meiden
  • regelmäßiges Gießen im ersten Standjahr erleichtert der Feige das Anwachsen.
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Feige düngen: Richtige Düngung für mehr Früchte

Feigen düngen will gelernt sein – denn Feigenbäume haben ganz besondere Nährstoffbedürfnisse. Während viele Gärtner zu stickstoffreichen Düngern greifen, benötigen Feigenbäume vor allem Kalium für eine reiche Fruchtbildung. Zu viel Stickstoff fördert zwar das Blattwachstum, verhindert aber die Entwicklung der begehrten süßen Früchte. Mit der richtigen Düngestrategie und dem optimalen NPK-Verhältnis bringen Sie Ihren Feigenbaum zu Höchstleistungen.

Feigenbäume stellen hohe Ansprüche an die Versorgung mit Kali (Kalium) und benötigen keine hohen Stickstoffmengen. Hohe Stickstoffmengen sorgen für starkes vegetatives Wachstum und unterdrücken das generative Wachstum, also die Bildung von Blüten und somit Früchten.

In normalen Gartenböden sollten NPK-Dünger mit der Formulierung 4-8-12 (100g/m² bei großen Pflanzen auch 150 g/m²) oder 10-20-25 (50g/m² bei großen Pflanzen auch 70 g/m²) gewählt werden.

Auf mageren Böden sollte mi Kompostmist mit Zugabe von reinem Kali in Form von Kalisulfat gedüngt werden. Hier sind 20g/m² pro Jahr ausreichend.

Am Ende des Winters sollte der Dünger über das Laub und nicht über die Wurzeln erfolgen.

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Feigenbaum Ficus carica: Köstliche Früchte & Dekoration

Der Feigenbaum (Ficus carica) ist weit mehr als nur ein gewöhnlicher Obstbaum – er vereint köstliche, süße Früchte mit außergewöhnlich dekorativen, großen Blättern zu einem wahren Gartenjuwel. Als botanische Rarität aus der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) blickt dieser mediterrane Baum auf eine beeindruckende Geschichte zurück: Archäologische Funde belegen, dass Feigen bereits vor über 11.000 Jahren kultiviert wurden und damit zu den allerersten Kulturpflanzen der Menschheit gehören. Die Gattung Ficus umfasst weltweit bis zu 1.000 verschiedene Arten, doch Ficus carica sticht als die bekannteste und ertragreichste Art hervor. Besonders bemerkenswert ist, dass Feigenbäume bereits in jungen Jahren zuverlässig Früchte tragen und somit auch für Hobbygärtner eine lohnende Investition darstellen.

Der Feigenbaum ist in Obstgehölz der neben seinen schmackhaften und köstlichen Früchten mit wunderschönen Blättern zu beeindrucken weiß.

Botanisch wird der echte Feigenbaum mit Ficus carica bezeichnet. Die Gattung Ficus umfasst bis zu 1000 Arten, die weltweit in subtropischen bis tropischen Regionen beheimatet sind. Die Art carica ist eine stellt die bekannteste Feigenart innerhalb dieser Gattung dar. Dies liegt ausschliesslich daran, dass diese Feigenart auf Grund ihrer Früchte, zur ersten Kulturpflanze der Menschen zählt. Denn es gibt Funde, die zeigen, dass bereits vor über 11000 Jahren Feigen kultiviert wurden.

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Botanisch wird der echte Feigenbaum mit Ficus carica bezeichnet. Die Gattung Ficus umfasst bis zu 1000 Arten, die weltweit in subtropischen bis tropischen Regionen beheimatet sind. Die Art carica ist eine stellt die bekannteste Feigenart innerhalb dieser Gattung dar. Dies liegt ausschliesslich daran, dass diese Feigenart auf Grund ihrer Früchte, zur ersten Kulturpflanze der Menschen zählt. Denn es gibt Funde, die zeigen, dass bereits vor über 11000 Jahren Feigen kultiviert wurden.

Ficus carica ist nicht die einzige Art der Gattung die Früchte ausbildet, dies machen praktisch alle Arten. Nur die Art carica bildet am zuverlässigsten Früchte aus und das auch an jungen und frisch vermehrten Pflanzen.

Die Gattung Ficus gehört in die Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Die Feigen sind immergrüne Pflanzen, aber nur dann, wenn das Wetter das ganze Jahr über warm ist und es keine kalten Jahreszeiten gibt.

Feigen können eine Größe zwischen fünf bis zehn Meter erreichen. Sie bevorzugen sonnige Standorte, können jedoch auch an halbschattigen Orte wachsen, entwickeln sich dann allerdings nicht gut.

In unseren Klimabereichen von Westeuropa sind die Echten Feigen sommergrün und lassen das Laub im Winter fallen.

Die Fruchtbildung findet von Mai bis September statt, kann sich jedoch auch in andere Monate hineinziehen, was jedoch stark vom Wetter und Standort abhängig ist.

Die Ernte findet in den Sommermonaten und warmen Herbsttagen statt. Noch feste und junge Früchte, die den Winter gut überstehen, können sehr früh im Jahr eine erste Ernte liefern.

Der Standort, die Pflege und ein gezielter Rückschnitt sorgen für einen gesunden Feigenbaum und so für eine gute und regelmäßige Ernte.

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Feigensorten: Vielfalt & Geschmack verschiedener Ficus carica

Feigensorten bieten eine erstaunliche Geschmacksvielfalt, die viele Gartenliebhaber überrascht. Wie bei anderen Obstarten gibt es auch bei Ficus carica unzählige Sorten mit unterschiedlichen Eigenschaften, Aromen und Reifezeiten. Während botanisch alle zur gleichen Art gehören, unterscheiden sich die verschiedenen Feigensorten erheblich in Geschmack, Größe, Farbe und Winterhärte. Die Bandbreite reicht von honigsweet über kokosnussartige Noten bis hin zu klassischen Feigenaromen. Diese Sortenvielfalt macht den Anbau verschiedener Feigensorten im eigenen Garten besonders reizvoll.

Die meisten mit denen ich über Feigen spreche sind überrascht, dass es so viele Sorten gibt und wundern sich was das bringen soll.

Als ich damals mit Feigen angefangen hatte, war mir direkt bewusst, dass es mehrere Feigensorten geben muss und gibt. Ok das klingt etwas eingebildet, aber seien wir mal ehrlich, ich habe Gartenbauwissenschaften studiert, bin also vom Fach und warum sollte es mich hier überraschen, dass es bei den Feigen das gleiche Schema-F gibt, wie bei anderen Pflanzen auch.

Egal welche Pflanze Du nimmst Zierpflanze, Beerenobst oder Obstbaum (Apfel, Birne, Kirsche usw.). Bei egal welchem Obst findest Du mittlerweile mehrere Sorten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Botanisch betrachtet handelt es sich zwar immer um die gleiche Art, bei Feigen steht carica für die Art. Also alle Sorten von Ficus carica sind und bleiben die gleiche Art, genetisch betrachtet. Doch gibt es Unterschiede in der Erscheinung und im Hinblick auf die Eigenschaften der Feige.

Die Unterschiede zwischen den Sorten sind vielschichtig. Das vermutlich wichtigste ist der Geschmack der Früchte. Je größer, saftiger und süßer sie sind umso beliebter sind sie. Doch es gibt auch Unterschiede in der Vielfalt der Aromen und Geschmacksnuancen. Manche Feigen schmecken intensiv nach Honig, in meinem Garten wächst eine mit einer intensiven Kokosnote und andere sind einfach nur süß mit dem typischen Feigengeschmack. Moment typischer Feigengeschmack? So etwas kann nur auf eine überschaubare Menge an Feigen behauptet werden. Einen Feigengrundton im Geschmack bzw. Aroma kann man durchaus überall herausschmecken.

Für uns in Westeuropa, wo das Klima im Winter immer noch nicht an die mediterranen Regionen Europas herankommt und kalte Nächte drohen, stellt die Frostbeständigkeit einen sehr wichtigen Faktor dar. Immerhin gibt es Feigensorten, die keinen Frost überstehen und wieder andere, die lachen selbst über Minus 20°C.

Doch das alleine macht den Reiz nicht aus, denn so würde es ausreichen, wenn man sich nur eine Feige in den Garten pflanzt.

Anders schaut es aus, wenn man sich in Regionen angesiedelt hat, wo die warme Jahreszeit recht kurz oder lang ist. Hier besteht die Möglichkeit mit unterschiedlichen Sorten das Erntefenster entsprechend zu strecken, dass mehrere Ernten möglich sind. Oder bei einem kleinen Zeitfenster eine Ernte wahrscheinlicher wird, also mit sehr frühen Sorten. Woarauf ich hinaus möchte ist der Blühzeitpunkt der unterschiedlichen Sorten.

Jetzt kommen wir auch zum Reiz der unterschiedlichen Sorten. Je mehr Feigen man im Garten hat, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, umso länger kann man Feigen ernten. Wer geschickt plant, kann somit von Sommer bis in den Herbst ernten und hat immer leckere Feigen auf dem Tisch.

Ein weiteres Argument bzw. ein anderer Reiz für den Anbau verschiedener Sorten liegt darin, dass unterschiedliche Sorten auch mit anderen Aromen und Geschmäcken in Erscheinung treten. Auch der Zuckergehalt der Früchte unterscheidet sich von Sorte zu Sorte.

Jetzt wirst Du verstehen, weshalb es durchaus sinnvoll sein kann unterschiedliche Sorten anzubauen. Auch kann es sein, dass in einem Jahr eine Sorte mal fast nichts trägt, eine andere dafür schon und im Folgejahr das Spiel genau umgekehrt abläuft.

Du hast weitere Fragen? Dann hinterlasse sie hier einfach als Kommentar.

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Neue Feigensorten 2023: 11 winterharte Ficus carica Sorten

Die Feigensaison 2023 bringt aufregende Neuheiten für Gartenliebhaber: 11 neue winterharte Feigensorten erweitern das Sortiment und bieten eine beeindruckende Vielfalt an Geschmack und Frostresistenz. Von der besonders produktiven Sucrette mit ihrer außergewöhnlichen Kältetoleranz bis -15°C bis hin zur aromatischen Ravin de Calce mit ihrem intensiven Honigaroma – diese neuen Ficus carica Sorten versprechen reiche Ernten auch in kühleren Klimazonen. Jede Sorte wurde sorgfältig ausgewählt, um sowohl Anfängern als auch erfahrenen Feigengärtnern neue Möglichkeiten für den erfolgreichen Feigenanbau zu bieten. Die Frostresistenz von mindestens -10°C bis -12°C macht diese Sorten ideal für deutsche Gärten und ermöglicht es, mediterrane Genüsse direkt vor der Haustür zu kultivieren.

Für nächstes Jahr wird es 11 weitere Feigensorten geben.

  1. Ficus carica „Bourjasotte Noir“ // „Violette de Soliès“:
    Blaue Schale, -10-12 °C
  2. Ficus carica „Bourjasotte Blanche“ // „Blanche de Soliès“
    Gelbe Schale, -10-12 °C
  3. Ficus carica „Grise de St Jean“
    Hell-Violette Schale, Schönes Laub, starkwüchsig, Größe 6-10 Meter, -10-12 °C
  4. Ficus carica „Ravin de Calce“
    Blaue Schale, Honigaroma, starker Duft, -10-12 °C
  5. Ficus carica „Sarilop“
    Gelbe Schale, -10-12 °C
  6. Ficus carica „Sucrette“
    Gelbe Schale, sehr aromatisch, sehr produktiv, -12 -15°C
  7. Ficus carica „Arguel“ // „Ariel“
    Braune Schale, goldenes Fruchtfleisch, -10-12 °C
  8. Ficus carica „Abicou“
    Dunkel Violette-Blaue Schale, rosa-rotes Fruchtfleisch, guter Geschmack, sehr süß, -10-12 °C
  9. Ficus carica „Fillucino blanc“ // „Fillaciano“
    Gelbe Schale, goldenes Fruchtfleisch, sehr guter Geschmack, süß, -10-12 °C
  10. Ficus carica „San Martino“ // „San Martino del Norte“
    Gelbe Schale, sehr guter Geschmack, große Früchte bis 100 Gramm, -10-12 °C teilweise -15°C
  11. Ficus carica „Bayoud“
    Gelbe Schale, guter Geschmack, -10-12 °C

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Wilde Feigen an Felswänden: Überlebenskünstler erklärt

Wilde Feigen beeindrucken durch ihre außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit – selbst an kargen Felswänden in Schluchten gedeihen sie prächtig. Diese robusten Feigenbäume sind wahre Überlebenskünstler, die mit einem ausgeklügelten Wurzelsystem auch extremste Standorte erobern. Während wir Menschen solche Orte als lebensfeindlich empfinden, haben wilde Feigen perfekte Strategien entwickelt, um auch längste Trockenperioden zu überstehen. Ihre beeindruckende Widerstandsfähigkeit macht sie zu faszinierenden Gartenpflanzen, die bei richtiger Pflege auch in unseren Breitengraden gedeihen.

Egal bei welchen Urlaub und egal wo wir waren, an den unwirtlichsten Orten wuchsen Feigenbäume.

Doch wie kommt die Feige an die Felswand und reicht Ihr das Leben?

Ja klar reicht ihr das. Feigen sind ware Überlebenskünstler, dass wurde mir erst im vergangenen Urlaub wieder bewusst. Als wir auf Kreta durch die Schluchten gewandert sind, wuchsen an den trockensten Felswände die größte Feigen. Auch auf Mallorca in der Torrent de Pareis Schlucht hätte ich mir als Feige gefühlt einen anderen Standort gesucht.

Doch genau das scheint ein Denkfehler zu sein. Ein Feigensamen wird sich nicht einen Standort wählen, der für sie eher ungünstig ist. Denn etwas können Feigen richtig gut und das ist ein weitreichendes Wurzelwerk auszubilden. Dort wo es für uns so ausschaut, dass ein Leben nicht möglich scheint, findet die Feige das erforderliche Nass, in dem sie ihre Wurzeln weit in den Fels schiebt und von dort auch weit in den Boden hinein. Dabei sollte auch klar sein, dass eine Feige problemlos auch längere Trockenphase aushalten kann.

Das merkt man auch oft daran, wenn man ein Steckholz, dass vertrocknet wirkt in Erde steckt und sich dann nach einige Tagen/Wochen doch noch ein neuer Austrieb bildet.

Feigen sind für das Leben unter harten Bedingungen gemacht. Genauso müssen sie auch bei uns im Garten gepflegt werden. Sie wollen zwar regelmäßig gegossen werden, da sie vor Allem getopft, nur einen kleinen Wurzelbereich ausfüllen können. Doch auch, wenn man sie einmal vergessen haben sollte, wird ihre das nicht sonderlich schaden. Ganz im Gegenteil meist verharrt sie im aktuell Zustand und wartet auf sprichwörtlich bessere Zeiten.

Dies können wir übrigens auch bei unseren Feigen in diesem Jahr sehr gut beobachten. Als die Hitzewellen anstanden, war von Wachstum nicht zu erkennen. Immer dann, als es etwas kühler wurde begannen die Triebe zu wachsen und hielten inne, als es wieder heiß wurde.

Vereinzelt sieht man auch bei einige Feigen in der Felswand, dass sich unter der Pflanze ein kleines Rinnsal befindet. Die Pflanzen sind also auch daran interessiert, dass die Wasserversorgung sichergestellt ist.

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Porquerolles Feige – Negrette del Porquerolles aus Frankreich

Die Porquerolles Feige (Negrette del Porquerolles) ist eine faszinierende französische Feigensorte von der gleichnamigen Mittelmeerinsel. Diese seltene Sorte stammt von der Île de Porquerolles, der größten Insel der Hyères-Gruppe in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Bereits seit dem 19. Jahrhundert werden auf dieser malerischen Insel Feigen angebaut, was zur Entstehung dieser besonderen Sorte führte. Die Negrette del Porquerolles zeichnet sich durch ihre kleinen bis mittelgroßen Früchte mit charakteristischer dunkelvioletter Schale und leuchtend rotem Fruchtfleisch aus.

Porquerolles in Provence-Alpes-Côte d’Azur, Frankreich

Negrette del Porquerolles

Frankreich, ein Land in Europa, wo interessanterweise sehr viele Feigensorten ihren Ursprung haben.

Es ist doch immer wieder spannende auch einmal über den Tellerand zu blocken.

Porquerolles, wo liegt das eigentlich genau?

Genauer gesagt ist Porquerolles eine Insel. Die Île de Porquerolles ist die größte Insel der Inselgruppe von Hyères. Hyères ist eine französische Gemeinde und Hafenstadt mit rund 55.000 Einwohnern in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die Provence-Alpes-Côte d’Azur ist eine Region an der Mittelmeerküste im Südosten Frankreichs mit einer Fläche von 31.400 m². Somit genug Platz für Feigen.

Auf der Insel befindet sich ein Dorf aus dem 19. Jahrhundert. Feigen wurden bereits sehr früh angebaut, daher wundert es sich nicht, dass es eine Feige gibt, welche hier ihren Ursprung gefunden hat.

Die Ficus carica Negrette del Porquerolles bildet kleine bis mittelgroße Früchte mit dunkel violetter Schale und rotem Fruchtfleisch aus. Wenn die Blätter sich nicht komplett von der Ronde de Bordeaux unterscheiden würden, könnte man die Früchte direkt verwechseln.

Geschmacklich konnte ich die Negrette del Porquerolles noch nicht testen.

Zukünftig möchte ich öfter solche Informationen veröffentlichen und Euch einwenig in der Welt der Feigen reisen lassen.

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Feigenbäume auf Kreta: Wilde Feigen oder Kulturformen?

Feigenbäume auf Kreta begeistern jeden Wanderer mit ihrer beeindruckenden Präsenz in den Schluchten der Insel. Die mächtigen Bäume mit ihren grünen und tiefblauen Früchten werfen eine spannende Frage auf: Sind diese Feigen wirklich wild oder handelt es sich um verwilderte Kulturformen? Die griechische Insel Kreta gilt als wahres Paradies für Feigenliebhaber und bietet eine erstaunliche Vielfalt an Feigenarten. Von den steilen Felswänden bis zu den fruchtbaren Tälern – überall gedeihen diese faszinierenden Bäume und prägen das mediterrane Landschaftsbild nachhaltig.

Wer auf Kreta durch eine der beeindruckenden Schluchten wandert, wird schnell auf ein faszinierendes Naturphänomen stoßen: mächtige Feigenbäume, voll behangen mit grünen oder tiefblauen Früchten. Doch wie wild sind diese Feigen eigentlich – und handelt es sich dabei wirklich um wilde Sorten?

Feigenvielfalt auf Kreta: Ein Paradies für Feigenliebhaber

Die griechischen Inseln – allen voran Kreta – sind ein echtes Paradies für Feigenfreunde. Ab dem Sommer reifen an nahezu jeder Ecke köstliche Feigen heran. Egal ob in Tälern, an Hängen oder direkt an Felswänden: Feigenbäume gehören hier fest zum Landschaftsbild.

Schon beim genaueren Blick auf die Blätter erkennt man, dass es sich nicht nur um eine einheitliche Feigenart handeln kann. Die Vielfalt der Wuchsformen, Blattstrukturen und Fruchtfarben deutet darauf hin, dass hier zahlreiche verschiedene Sorten oder sogar Wildformen wachsen.

Wild oder nicht? Ein Blick auf Wachstum und Erscheinung

In vielen Regionen Kretas, insbesondere in der Nähe alter Siedlungen, ist davon auszugehen, dass Menschen früher gezielt Feigen gepflanzt haben. Doch selbst in abgelegenen, scheinbar unberührten Gebieten finden sich Feigenbäume mit ganz unterschiedlichen Erscheinungsbildern.

Die Unterschiede sind deutlich: Manche Pflanzen bilden kräftige, dicke Triebe, andere wirken filigraner und zerbrechlich. Der Fruchtansatz reicht von fast keinem bis zu überreichlicher Tragkraft – je nach Alter, Standort, Jahreszeit und Blühverhalten.

All das zeigt: So ganz „wild“ können viele dieser Feigen nicht sein.

Was genau sind wilde Feigen?

Echte wilde Feigen entstehen aus Samen, die aus bestäubten Feigen hervorgehen – oft mithilfe der Feigengallwespe (Blastophaga psenes). Diese Samen keimen dort, wo sie zufällig landen: in Felsritzen, an Hängen oder zwischen alten Mauern. Es handelt sich also um Sämlinge, nicht um vegetativ vermehrte Kulturfeigen. Und sie stammen in der Regel nicht aus selbstfruchtenden Sorten.

Steckhölzer aus Kreta – ein Experiment im eigenen Garten

Bei meiner Reise durch Kreta konnte ich nicht widerstehen: Ich habe mir einige Steckhölzer von besonders vitalen und fruchttragenden Bäumen mitgenommen. Diese sind inzwischen gut ausgetrieben.

Doch nun stellt sich die spannende Frage: Werden diese Pflanzen auch in Mitteleuropa Früchte tragen – und wenn ja, ohne Bestäubung?

Denn genau das führt uns zur Ausgangsfrage zurück:
Wie wild sind die Feigen auf Kreta wirklich?
Immerhin gibt es längst selbstfruchtende Feigensorten, auch in Ländern mit Feigengallwespe. Diese sind besonders beliebt, weil sie zuverlässig Fruchtansatz liefern – ganz ohne fremde Bestäubung.