Bernd Vollmer ist Gartenbauwissenschaftler, bekennender Pflanzen-Nerd und seit über 25 Jahren mit Erde unter den Fingernägeln unterwegs. Er interessiert sich für alles, was Wurzeln schlägt, Blätter treibt oder Blüten macht – besonders für Feigen und Orchideen, gern auch dort, wo andere längst aufgegeben haben.
Webseiten baut er seit 1998, lange bevor Content Marketing einen Namen hatte, und teilt seitdem sein Wissen, seine Experimente und gelegentlich auch seine Fehler. Neben Pflanzen beschäftigen ihn seit einigen Jahren Investment-Ideen, langfristiges Wachstum und nachhaltige Entwicklungen – vermutlich, weil ihn funktionierende Systeme schon immer fasziniert haben.
Wenn er nicht gerade im Garten, im Wald oder in den Alpen unterwegs ist, sitzt er auf dem Mountainbike, hinter der Kamera oder tüftelt an neuen digitalen Projekten. Meistens mit einer Pflanze im Blick – oder einer Idee, die noch wachsen darf. 🌱📷🚵♂️
Nach dem Winter freuen sich Pflanzen nach der Überwinterung auf ihren ersten Freigang ins Freie. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen und wie gewöhnen Sie Ihre Kübelpflanzen schonend an die Außenbedingungen? Der Übergang vom geschützten Winterquartier ins Freie erfordert besondere Aufmerksamkeit, damit Ihre Pflanzen keinen Schock erleiden. Mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Hilfsmitteln gelingt der Start in die neue Gartensaison problemlos. Hier erfahren Sie alles Wichtige für den erfolgreichen ersten Freigang Ihrer grünen Lieblinge.
Feigen-Stecklinge sind der einfachste Weg, um neue Feigenbäume zu ziehen und Ihren Garten zu bereichern. In diesem aktuellen Update zeige ich Ihnen, wie Sie Stecklinge richtig schneiden, behandeln und erfolgreich bewurzeln. Mit den richtigen Techniken und etwas Geduld können Sie aus einem einzigen Feigenbaum viele neue Pflanzen gewinnen. Die Stecklingsvermehrung funktioniert bei Feigen besonders gut und ist auch für Anfänger geeignet.
Feigenbäume überwintern erfolgreich, wenn man die richtigen Vorbereitungen trifft. In diesem Beitrag zeige ich dir meine neuen Feigensorten, die auf den Frühling warten und bereit sind, in deinem Garten zu gedeihen. Mit der richtigen Pflege und dem passenden Standort entwickeln sich diese mediterranen Obstbäume zu prächtigen Exemplaren. Lass uns gemeinsam entdecken, welche Feigensorten besonders winterhart sind und wie du sie optimal auf die neue Saison vorbereitest.
Feigen im Winter zu kultivieren ist durchaus möglich, auch wenn Schnee und Frost den exotischen Pflanzen zusetzen können. Viele Gartenliebhaber sind überrascht, dass bestimmte Feigensorten erstaunlich winterhart sind und auch niedrige Temperaturen überstehen. Mit dem richtigen Winterschutz und der Auswahl geeigneter Sorten können Sie sich auch in kälteren Regionen an gesunden Feigenbäumen erfreuen. Die richtige Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit entscheidet über Erfolg oder Misserfolg beim Überwintern von Feigen.
Die Ficus carica Ice Crystal gehört zu den winterhärtesten und gleichzeitig unterschätztesten Feigensorten für den deutschen Garten. Diese besondere Feigensorte zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Kältetoleranz aus und kann auch in raueren Klimazonen erfolgreich kultiviert werden. Während viele Gartenfreunde bei Feigen an mediterrane Wärme denken, beweist die Ice Crystal, dass auch in unseren Breiten eine erfolgreiche Feigenernte möglich ist. Ihre robusten Eigenschaften und die attraktiven Früchte machen sie zu einer idealen Wahl für Hobbygärtner, die exotische Akzente in ihrem Garten setzen möchten.
Die Überwinterung des Feigenbaums ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen für Hobbygärtner, die diese mediterrane Schönheit kultivieren. Der richtige Zeitpunkt zum Einräumen entscheidet maßgeblich über das Überleben und die Gesundheit Ihrer Feige. Während winterharte Sorten leichten Frost vertragen, benötigen die meisten Feigenbäume ab Oktober besonderen Schutz vor Kälte und Nässe. Die Herausforderung liegt darin, den optimalen Moment zu erkennen, wann Ihr Feigenbaum ins Winterquartier umziehen sollte. Besonders bei großen Exemplaren oder fehlendem Platz sind kreative Lösungen gefragt.
Jahr für Jahr steht der Winter vor der Tür und damit auch die spannende Frage wann, der Feigenbaum an einen geschützten Standort gestellt werden muss. Oder muss er das überhaupt?
Die Frage ist ja, welche Möglichkeiten Ihr habt. Denn wenn der Baum schon riesig ist, aber der Platz nicht zur Verfügung steht, muss überlegt, welche Möglichkeiten es sonst gibt.
Doch beginnen wir erst einmal der Antwort, wenn der Platz verfügbar ist.
Beim Herbst denken wir immer an Waldwege voller buntem Laub, durch welches wir gerne laufen und das Leben genießen.
Bei Feigen ist es nicht viel anders, denn die Feigen werfen auch das Laub ab. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Feige für die Winterpause bereit ist und das vegetative Wachstum abgeschlossen hat und sich für die neue Saison ausruhen möchte.
In diesem Zustand ist das, was mit der Herbst einhergeht, der Regen, natürlich ungünstig für die Feige, wenn sie zu nass steht.
Denn die Wurzeln der Feige sind durchaus empfindlich, was zu viel Wasser betrifft. Im Sommer ist es gar kein Problem, doch im Herbst verbunden mit den tiefen Temperaturen kann das schnell dazu führen, dass die Wurzeln absterben und sich Fäulnis breit macht. Zwar sind Feigen wahre Überlebenskämpfer, die gefühlt immer wieder von den Toten auferstehen können. Dennoch, wenn die Fäulnis oder Pilze in das Holz/Herz der Feigen gelangen, dann ist es vorbei mit der Freude.
Aus diesem Grund müssen Feigen zur Überwinterung geschützt gestellt werden. Hierzu bietet sich ein alter Schuppen, eine Garage oder sogar auch ein Keller an. Denn wie ich oben geschrieben hatte, verlieren Feigen im Winter bei uns ihre Blätter. Sie benötigen also kein Licht mehr und können so problemlos auch an dunklen Orten untergebracht werden.
Dabei muss immer beachtet werden, dass dieser Ort nicht zu warm sein sollte, denn ansonsten wird die Pflanze wieder austreiben, was an einem dunklen Standort schädlich ist.
Besser ist es daher, wenn es sich um einen kalten, aber frostfreien Raum handeln. Selbst Räume, die kurzzeitig bis -5 °C gehen würden, wären möglich. Bei mir ist es eine alte Scheune, in welcher die Feigen überwintern, was den Pflanzen bisher nicht geschadet hat. Es ist vergleichbar mit der Überwinterung draußen mit einem Winterschutz.
Und damit sind wir bereits bei der alternativen Methoden, wenn kein Platz vorhanden ist. Eine Feige, die zu groß geworden ist, damit sie einen Platz im Innenraum erhalten kann, muss entsprechend geschützt werden.
Die einfachste Methode ist, wenn der Topf mit isolierenden Materialien (Luftpolsterfolie, Vlies, Styropor oder Kokosmatte) eingepackt wird. Den Topf dann auf eine isolierende Schicht stellen, damit Wasser auch ablaufen kann und zum Schluss den Spross mit einem Vlies abdecken.
Die Pflanzen bleiben so lang geschützt, bis es die Witterung wieder zulässt, dass man sie aus dem Winterquartier ausräumen kann oder den Winterschutz abnehmen kann.
Das Wichtigste bei der Überwinterung ist, nicht etwa, dass man den Aufwand vor dem Winter hat, sondern, dass die Pflanzen vor Spätfrösten geschützt werden. Sehr viele Pflanzen haben mit dem Winter an sich weniger Probleme und stellen sich auf die kalte Jahreszeit ein. Sobald die ersten warmen Tage kommen, beginnen die Zellen in der Pflanze wieder zu arbeiten und die Pflanze treibt neu aus. Dieser neue Austrieb ist dann sehr anfällig, was Spätfröste betrifft, denn die Zellen sind gar nicht darauf eingestellt, dass es nochmals friert. Dementsprechend frieren die Neuaustriebe im schlimmsten Fall ab und die Pflanze nimmt schaden. Zwar können extreme Winter der Pflanze sehr zusetzen, doch frisches im Saftstehendes Gewebe ist deutlich empfindlicher.
Etwas darf zum Schluss nicht vergessen werden, der beste Winterschutz bringt nichts, wenn die Temperaturen deer Art stark übeer längere Zeit fallen, dass alles auskühlt. Weder ein Vlies, noch ein passeender Raum hält auf Dauer die „milden“ Temperaturen, wenn es draußen sehr kalt ist.
2020 hatten wir eine Woche mit sehr niedrigen Temperaturen, das führte dazu, dass die Temperatur in den unbeheizten Bereichen auf bis zu -10 °C gesunken ist. Damit haben einigte Pflanzen Schaden genommen, die ansonsten jeden Winter überstanden hatten. Hier würde nur eine Wärmequelle helfen, was ich jedoch als zu viel des Guten halten würde. Eine Wärmequelle ist stets eine Verschwendung von Ressourcen und ist auch nicht damit zu rechtfertigen, dass Pflanzen überwintert werden müssen, die genau aus diesem Grund nicht bei uns heimisch sind.
In diesem Video erkläre ich Dir, wann ich meine Feigenbäume für den Winter reinräume und was für mich die Signale für den richtigen Zeitpunkt sind.
Du brauchst noch den passenden Winterschutz für Deine Pflanzen? Dann klicke einfach auf das folgende Bild!
Die Ficus carica Settimo ist eine außergewöhnliche Feigensorte, die sich durch ihre hohe Winterhärte und Robustheit auszeichnet. Diese italienische Sorte hat sich in deutschen Gärten bewährt und liefert zuverlässig süße, aromatische Früchte. Mit ihrer kompakten Wuchsform eignet sich die Settimo sowohl für den Garten als auch für die Kübelhaltung. Die Sorte ist besonders für Einsteiger geeignet, da sie pflegeleicht ist und auch in weniger optimalen Standorten gute Erträge erzielt. Erfahren Sie hier alles Wissenswerte über Anbau, Pflege und die besonderen Eigenschaften dieser bemerkenswerten Feigensorte.
Die Emerald Strawberry Feige (Ficus carica ‚Emerald-Strawberry‘) ist eine außergewöhnliche Feigensorte, die Gartenliebhaber mit ihrem einzigartigen Geschmacksprofil begeistert. Während die Früchte äußerlich grün und unscheinbar wirken, verbirgt sich im Inneren ein wahres Geschmackswunder: Das intensive erdbeerrote Fruchtfleisch schmeckt süß und aromatisch mit einer deutlichen Kokosnote. Diese winterharte Feigensorte verträgt Temperaturen bis -12°C und ist damit ideal für den Anbau in deutschen Gärten geeignet. Die grüne Schale bietet zudem einen natürlichen Vogelschutz, da die Früchte unreif wirken.
Heute (29.10.2023) habe ich zum ersten Mal die Ficus carica „Emerald-Strawberry“ probieren können. Die Frucht hat einen excellenten Geschmack mit einem deutlichen Kokosaroma im Abgang.
„Smaragd-Erdbeere“ umschreibt die Frucht dieser Feigensorte vortrefflich. Denn diese es ist in der Tat ein Edelstein der Genüsse. Außen ist die Frucht grün und wirkt so uninteressant für Vögel, da diese denken, die ist noch nicht reif. Im Inneren ist die Frucht intensiv Erdbeerfarben, schmeckt sehr gut und hat eine intensive Kokosnote.
Sonniger, geschützter Standort, ausgepflanzt oder im Kübel. Trockenheitsresistent, kommen aber auch mit Wasser gut zurecht.
Wuchs
3-4 m, mittelstarker Wuchs
Ertrag
Erste Ernte ab Anfang Juli und dann September, Oktober Feigenbäume vertragen Trockenheit, produzieren aber mit etwas Wasser mehr.
Frucht
Grüne Feigen schmecken sehr gut. Das Fruchtfleisch ist mehr oder weniger rot und hat einen Erdbeergeschmack. Bei Herbstfeigen sehen sie so sehr aus wie Marmelade, dass die Konsistenz schmelzend und süß ist.
Winterhart
Dieser Feigenbaum verträgt einige Spätfröste: Bei guter Sonneneinstrahlung kann er auch in etwas kälterem Klima Früchte tragen. -10 -12°C, darunter im Alter sicher mehr, bisher jedoch noch nicht getestet.
Die Feige Emerald Strawberry (Ficus carica ‚Emerald Strawberry‘) gehört zu den faszinierendsten Feigensorten für den heimischen Garten. Diese besondere Varietät zeichnet sich durch ihre charakteristischen Früchte und ihre relativ unkomplizierte Pflege aus. Mit den richtigen Anbau- und Pflegetipps können Sie auch in unseren Breitengraden erfolgreich diese exotische Feige kultivieren. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige über die Emerald Strawberry Feige – von der Pflanzung bis zur Ernte.
Die Ficus carica ‚Ravin de Calce‘ ist eine außergewöhnliche schwarze Feigensorte aus der französischen Provence, die auch in deutschen Gärten hervorragend gedeiht. Diese robuste Feigensorte überzeugt nicht nur durch ihre Winterhärte bis -17°C, sondern auch durch ihre außergewöhnlich süßen, honigartigen Früchte mit leuchtend rotem Fruchtfleisch. Mit ihrer hohen Produktivität und Widerstandsfähigkeit gegen Wettereinflüsse ist die Ravin de Calce sowohl für die Auspflanzung im Garten als auch für die Kübelhaltung bestens geeignet. Die mittelgroße Wuchsform und zwei jährliche Erntezeiten machen sie zu einer idealen Wahl für Hobbygärtner und Feigenliebhaber.
Ravin de Calce ist eine ausgezeichnete schwarze Feige, sehr duftend.
Ursprung
Provence, Frankreich
Synonym
–
Standort
Sonniger, geschützter Standort, ausgepflanzt oder im Kübel. Trockenheitsresistent, kommen aber auch mit Wasser gut zurecht.
Wuchs
3-4 m, mittelstarker Wuchs Mittelgroßer Baum
Ertrag
Erste Ernte ab Anfang Juli Zweite Ernte ab Mitte August, je nach Witterung auch deutlich später
Frucht
Sehr süße lila Feigen, mit Honiggeschmack, sehr duftend. Das Innenfleisch ist leuchtend rot. Die Haut ist dünn. Beständig gegen Platzen und Feuchtigkeit.
Winterhart
frostbeständig bis -17 °C, außer in windigen Situationen (-10 -12°C). Produktiv und widerstandsfähig.