🌳 Auch alte Feigenbäume reagieren extrem dankbar auf einen Verjüngungsschnitt. Ich habe schon Bäume gesehen, die 30 Jahre vernachlässigt waren und nach einem konsequenten Schnitt im Folgejahr wieder kräftig getragen haben.
📅 Der richtige Zeitpunkt
- Ideal: spätes Frühjahr (März–April), wenn keine starken Fröste mehr drohen
- Nicht im Herbst – Schnittwunden frieren bei Frost zurück
✂️ So gehst du vor
- Tot- und Krankholz komplett raus – das ist der erste Schritt
- Innen liegende und sich kreuzende Triebe entfernen
- Abgetragene Hauptäste auf 30–60 cm einkürzen – darunter treibt die Pflanze neu aus
- Maximal ein Drittel der Krone auf einmal entfernen, sonst zu viel Stress
- Bei sehr alten Bäumen lieber über 2–3 Jahre verteilen
🌿 Was nach dem Schnitt wichtig ist
- Mäßig gießen, nicht überdüngen
- Frischer Mulch (Kompost) auf der Wurzelscheibe hilft
- Im ersten Jahr werden viele Wassertriebe entstehen – die kräftigen behalten, die schwachen entfernen
⚠️ Was vermeiden?
- Keine Schnittwunden über 5 cm Durchmesser ohne Wundverschluss
- Nicht in der Mittagshitze schneiden
- Keine glatten „Kahlschnitte“ – Feigen brauchen einige Augen pro Trieb
📌 Mein Tipp aus der Praxis: Mut zur Säge zahlt sich aus. Eine vernachlässigte Feige ist nicht verloren – mit einem konsequenten Verjüngungsschnitt holst du sie zurück.
