Was ist eine Caprifig (Bocksfeige) und brauche ich sie?

🌳 Eine Caprifig (auch Bocksfeige genannt) ist eine spezielle, nicht-essbare Feigenform, die männliche Blüten trägt und für die natürliche Bestäubung bestimmter Sorten durch die Feigenwespe nötig wäre.

🐝 Brauchst du sie für deinen Feigenbaum?

In Deutschland: praktisch nie. Die meisten in Mitteleuropa kultivierten Feigensorten sind parthenokarp – sie bilden Früchte ganz ohne Befruchtung. Und die Feigenwespe lebt sowieso nicht in unserem Klima – die hat es bei uns einfach zu kalt.

🌿 Wann eine Caprifig relevant wird

  • In Mittelmeerländern für die kommerzielle Smyrna-Feigen-Produktion
  • Für die traditionelle Caprifizierung – das Aufhängen von Caprifig-Zweigen mit Wespen
  • Für Sammler exotischer, befruchtungsabhängiger Sorten

✅ Was heißt das für dich konkret?

  • Die meisten in Deutschland verkauften Sorten brauchen keinen Befruchter
  • Eine einzelne Pflanze trägt also problemlos Früchte
  • Beim Kauf darauf achten, dass „selbstfruchtend“ oder „parthenokarp“ dabei steht

🔬 Kurz die Botanik dahinter

Es gibt vier Feigentypen: Caprifeige (männlich), Smyrna (weiblich, befruchtungsabhängig), San Pedro (gemischt) und Common Fig (selbstfruchtend). Für unsere Region zählt fast ausschließlich der letzte Typ.

📌 Im Feigenhof-Sortiment führe ich ausschließlich selbstfruchtende Sorten. Du brauchst dir um Bestäubung also keine Sorgen zu machen – ein Baum reicht für eine volle Ernte.

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