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Feige Capitelle: Robuste graue Feigensorte aus Frankreich

BVO 1041

Die Feige Capitelle gehört zu den robustesten und ertragreichsten Feigensorten, die ursprünglich aus Südfrankreich stammen. Diese beeindruckende graue Feige hat sich durch ihre außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit und ihre zweifache Ernte pro Jahr einen Namen gemacht. Mit ihrer imposanten Größe von bis zu 6 Metern Höhe und 10 Metern Breite ist sie ein echter Hingucker im Garten. Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, auch in Deutschland erfolgreich zu gedeihen und dabei sowohl Trockenheit als auch wechselnde Witterungsbedingungen zu meistern.

Am Rand eines alten Weinbergs, unweit von Souvignargues in Südfrankreich, steht ein imposanter Feigenbaum, der sich still und beständig seinen Platz in der Landschaft geschaffen hat.
Er trotzt der Hitze, dem Wind, dem kalkigen Boden – und Jahr für Jahr schenkt er eine Fülle kleiner, grauvioletter Feigen, die nicht nur süß und duftend sind, sondern sogar am Baum trocknen können, wenn man sie lässt.

Ein kräftiger Baum mit Charakter

Die Feige „Capitelle“ – benannt nach der nahegelegenen Trockensteinhütte – ist ein sehr robuster, produktiver Baum, der perfekt ans südfranzösische Klima angepasst ist.
Mit einer Höhe von 3,5 bis 6 Metern und einer beeindruckenden Breite von bis zu 10 Metern gehört sie zu den größeren Sorten im Feigenhof. Ihr dunkelgrünes, großlappiges Laub verleiht ihr ein kraftvolles Erscheinungsbild und bietet zugleich Schutz für die empfindlichen Früchte.

Die Sorte ist sehr trockenheitsresistent, mag es aber nicht zu karg – ein nicht zu trockener Boden bringt die besten Ergebnisse.


Zwei Ernten, zwei Gesichter

„Capitelle“ ist eine biferte Sorte mit zwei Erntewellen im Jahr:

  • Blumenfeigen im Juli
    Die erste Ernte startet Anfang Juli: kleine, aromatische Feigen, sehr zahlreich und geschmackvoll. Sie sind ideal zum Frischverzehr und überraschen mit einem angenehm süßen, fruchtigen Duft.
  • Hauptfeigen von September bis Oktober
    Die zweite Welle beginnt im Spätsommer – mit konzentrierten, mittelgroßen Feigen, die bei guter Witterung direkt am Baum trocknen können. Das macht sie besonders praktisch für alle, die Feigen haltbar machen oder zu Chriha und Trockenfrüchten verarbeiten möchten.

Das Fruchtfleisch ist saftig und süß, mit einem feinen Duft, der sich beim Trocknen noch intensiviert. Die Schale zeigt sich grau bis violett – unauffällig, aber charaktervoll.


Ideal für Südfrankreich – und besondere Orte

Die „Capitelle“ liebt volle Sonne, ist frosthart bis etwa –10 bis –12 °C und eignet sich daher besonders für Regionen mit mediterranem Einfluss.
In Hanglagen, an Mauern, am Rand von Weinbergen oder Olivenhainen fühlt sie sich besonders wohl.


Eine Feige mit Wurzeln – im Boden und im Herzen

Für uns im Feigenhof ist „Capitelle“ nicht nur eine Sorte mit spannenden Eigenschaften, sondern auch eine emotionale Erinnerung an einen der ersten Feigenbäume, denen wir hier in Südfrankreich begegnet sind.
Sie ist ein Baum, der bleibt, der nicht laut, aber verlässlich ist – und der jedes Jahr aufs Neue zeigt, was er kann.


📢 Wir beobachten diese Sorte weiterhin genau und berichten regelmäßig auf Blog, YouTube, Instagram & TikTok.
👉 Folge uns, um die Entwicklung dieser wunderbaren Feige mitzuerleben – und viele andere Sorten kennenzulernen.


🌿 Capitelle – die graue Feige mit mediterraner Seele.

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Zagraross Feige: Iranische Feigensorte für deutsche Gärten

Feige Zagaros 1 rotated

Die Zagraross Feige (Ficus carica ‚Zagraross‘) ist eine faszinierende iranische Feigensorte, die sich durch ihre außergewöhnlichen behaarten Früchte und Blätter auszeichnet. Ursprünglich aus den Halbwüstenregionen des Zagros-Gebirges stammend, hat sich diese robuste Feige als besonders winterhart und trockenresistent erwiesen. Mit einer Frosthärte bis -15°C eignet sich die Zagraross Feige hervorragend für den Anbau in deutschen Gärten. Ihre Anpassung an extreme Klimabedingungen macht sie zu einer interessanten Alternative für Gartenliebhaber, die exotische und pflegeleichte Feigensorten suchen.

Ficus iranéen ‚Zagraross‘

Besonders auffällig die behaarten Früchte und Blätter. Sehr schönes festes Laub.

UrsprungIran
Synonym
Standortbevorzugt sonnige Standorte, ist sehr resistent gegen Trockenheit
Wuchsmittelstark
Ertragbisher keine Daten
FruchtGröße: klein
Schale:
Fruchtfleisch:
Winterhartja, bis -15°C und mehr

Erst kurze Zeit in Kultur, kann zu dieser Feige noch nicht all zu viel Sagen.

Ob der Nama Zagraros korrekt ist bezweifle ich ein wenig, denn das Herkunftsgebirge schreibt sich anders. Das Zāgros-Gebirge ist das größte Gebirge des heutigen Iran.

Bei Recherchen im Internet stieß ich auf einen Shop, der die Früchte vertreibt. Dort wird geschrieben, dass die Früchte aus der Halbwüstenregion der Hochtäler des Zāgros-Gebirge stammen. Es soll dort fast nie regnen, außerdem sollen die Pflanzen ihren Wasserbedarf durch die Kondensation, auf Grund der großen Temperaturunterschiede von Tag und Nacht, decken. Was das für eine erfolgreiche Kultur bei uns bedeutet muss noch herausgefunden werden.

Außerdem erfährt man, dass die Feigen direkt am Baum reifen und von August bis September herunterfallen, dann gesammelt werden.

Die Zagros-Feigen reifen und trocknen am Baum, bis sie Mitte August bis Ende September herunterfallen. Jede Woche einmal werden sie gesammelt und für einige Tage in der Sonne ausgebreitet, bevor sie verpackt und zu uns gesandt werden.

In wie weit die dort beschreibenen Feigen der Zagraros entsprechen kann ich so nicht beurteilen. Es ist jedoch eine sehr interessante Feigenart.