Woran erkenne ich, dass Feigen reif sind?

Kurz gesagt: Eine Feige ist reif, wenn sie weich ist, der Stiel sich beugt und sie leicht hängt. Farbe allein reicht nicht – manche Sorten bleiben grün, andere werden tiefviolett. Auf das Gefühl kommt es an.

Bei mir am Hof in Berglen ist die Reifekontrolle ein tägliches Ritual ab Ende Juli. Hier die Zeichen, die wirklich verlässlich sind:

  • Sie hängt nach unten: Eine harte, unreife Feige steht waagrecht oder leicht aufrecht ab. Eine reife Feige beugt sich am Stiel und hängt schwer nach unten.
  • Sie gibt auf leichten Druck nach: Wie eine reife Avocado – sanft, nicht matschig. Brettharte Feigen sind nie reif.
  • Honigtropfen am Auge: Vom unteren Ende (das „Auge“) tritt manchmal ein klarer Tropfen aus – sicheres Zeichen für volle Reife.
  • Risschen in der Schale: Bei vielen Sorten platzt die Schale bei voller Reife leicht auf. Kein Schaden, sondern Reifeanzeige.
  • Duft: Eine reife Feige duftet süß und unverwechselbar. Wer einmal dran gerochen hat, vergisst es nie.

Wichtig: Feigen reifen NICHT nach. Was du grün und hart pflückst, bleibt grün und hart. Lass sie am Baum bis sie weich werden – auch wenn das bedeutet, mit Vögeln um die Wette zu ernten.

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