Kurz gesagt: Feigen sind erstaunlich schädlingsarm. Die häufigsten in unserem Klima sind Spinnmilben, Schildläuse, Blattläuse, Wollläuse und in Süddeutschland zunehmend die Feigenspreizflügelfalter-Raupe.
Bei mir am Hof in Berglen kontrolliere ich jede Pflanze regelmäßig – frühes Erkennen ist die halbe Miete. Hier was du wissen solltest:
- Spinnmilben: Vor allem im Winterquartier bei trockener Heizungsluft. Erkennbar an feinen Gespinsten und silbrig gepunkteten Blättern. Pflanze regelmäßig mit lauwarmem Wasser abduschen, Luftfeuchtigkeit erhöhen.
- Schildläuse: Braune oder weiße Schildchen an Blattachseln und Trieben. Mit alter Zahnbürste und Schmierseifenlauge abrubbeln, hartnäckige Fälle mit Rapsöl-Präparat behandeln.
- Blattläuse: An jungen Trieben im Frühjahr. Meist erledigen Marienkäfer und Florfliegen das Problem von allein. Falls nicht: mit Wasserstrahl abspritzen.
- Wollläuse: Watteähnliche weiße Beläge, gerne in Blattachseln. Gleiche Behandlung wie Schildläuse.
- Feigenspreizflügelfalter: Raupen bohren sich in Triebspitzen und Früchte. Befallene Triebe großzügig zurückschneiden und entsorgen (nicht kompostieren).
Was bei mir am besten vorbeugt: gesunder Standort mit Luftbewegung, nicht zu üppig düngen (das lockt Läuse), und im Winterquartier nicht zu warm halten.
