Welche Feigen-Arten sind essbar?

Kurz gesagt: Botanisch gibt es vier Feigentypen – Common Type, Smyrna, San Pedro und Caprifeige. Für uns in Mitteleuropa relevant ist nur die Common Type, denn nur sie trägt ohne Bestäubung essbare Früchte. Genau diese Sorten findest du bei Feigenhof.

Aus meiner Erfahrung verwirrt das viele Feigenfreunde. Hier die kurze Botanik-Tour:

  • Common Type (Persistent): Trägt parthenokarp, also ohne Befruchtung. Alle bei uns sinnvollen Sorten gehören hierher: Brown Turkey, Negronne, Dalmatie, Bornholm, Ronde de Bordeaux und viele mehr.
  • Smyrna-Typ: Braucht zwingend die Bestäubung durch die Feigengallwespe (Blastophaga psenes). Die Wespe lebt in Mitteleuropa nicht – damit sind Smyrna-Sorten hier nicht ertragsfähig.
  • San-Pedro-Typ: Brevas wachsen ohne Bestäubung, Hauptfeigen brauchen die Wespe. In Mitteleuropa nur die frühe Ernte nutzbar.
  • Caprifeige: Männliche Feige, dient nur als Wirt für die Gallwespe. Ihre Früchte sind nicht essbar – wir Menschen meiden sie.

Mein Hinweis: Wer eine Feige aus zweifelhafter Quelle hat (Markt, Urlaubsmitbringsel, Kerne aus dem Supermarkt), kann Pech haben und einen Smyrna-Typ erwischen. Der treibt brav aus, blüht – aber die Früchte werfen sie ab, weil keine Bestäubung kommt. Bei mir in Berglen kommen ausschließlich Common-Type-Sorten ins Sortiment, kein Risiko.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert