Mi.. Juni 24th, 2026

Kurz gesagt: Ja, sehr gut sogar – Feigen lassen sich aus Stecklingen so unkompliziert vermehren wie kaum eine andere Obstart. Genau so habe ich meine Sortensammlung in Berglen aufgebaut.

Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr (Februar bis März) schneide ich beim Rückschnitt etwa bleistiftdicke einjährige Triebe, 15 bis 20 cm lang, mit 3 bis 4 Knospen. Unten gerade unter einer Knospe schneiden, oben schräg über einer Knospe – so weißt du immer, was unten und oben ist.

Ich stecke sie in lockeres Substrat (Anzuchterde gemischt mit etwas Sand oder Perlite), so dass nur die obere Knospe rausschaut. Hell, warm (18–22 °C), Substrat gleichmäßig feucht – nicht nass. Nach 4 bis 8 Wochen treiben sie aus und bilden Wurzeln.

Aus meiner Erfahrung: Feigen wurzeln auch im Wasserglas, aber die im Substrat gewachsenen Wurzeln sind robuster fürs spätere Umtopfen. Wenn du tiefer einsteigen willst, habe ich auf dieser Seite meine komplette Methode beschrieben.

Von Bernd Vollmer

Bernd Vollmer ist Gartenbauwissenschaftler, bekennender Pflanzen-Nerd und seit über 25 Jahren mit Erde unter den Fingernägeln unterwegs. Er interessiert sich für alles, was Wurzeln schlägt, Blätter treibt oder Blüten macht – besonders für Feigen und Orchideen, gern auch dort, wo andere längst aufgegeben haben. Webseiten baut er seit 1998, lange bevor Content Marketing einen Namen hatte, und teilt seitdem sein Wissen, seine Experimente und gelegentlich auch seine Fehler. Neben Pflanzen beschäftigen ihn seit einigen Jahren Investment-Ideen, langfristiges Wachstum und nachhaltige Entwicklungen – vermutlich, weil ihn funktionierende Systeme schon immer fasziniert haben. Wenn er nicht gerade im Garten, im Wald oder in den Alpen unterwegs ist, sitzt er auf dem Mountainbike, hinter der Kamera oder tüftelt an neuen digitalen Projekten. Meistens mit einer Pflanze im Blick – oder einer Idee, die noch wachsen darf. 🌱📷🚵‍♂️

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