Kurz gesagt: Ja, sehr gut sogar – Feigen lassen sich aus Stecklingen so unkompliziert vermehren wie kaum eine andere Obstart. Genau so habe ich meine Sortensammlung in Berglen aufgebaut.
Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr (Februar bis März) schneide ich beim Rückschnitt etwa bleistiftdicke einjährige Triebe, 15 bis 20 cm lang, mit 3 bis 4 Knospen. Unten gerade unter einer Knospe schneiden, oben schräg über einer Knospe – so weißt du immer, was unten und oben ist.
Ich stecke sie in lockeres Substrat (Anzuchterde gemischt mit etwas Sand oder Perlite), so dass nur die obere Knospe rausschaut. Hell, warm (18–22 °C), Substrat gleichmäßig feucht – nicht nass. Nach 4 bis 8 Wochen treiben sie aus und bilden Wurzeln.
Aus meiner Erfahrung: Feigen wurzeln auch im Wasserglas, aber die im Substrat gewachsenen Wurzeln sind robuster fürs spätere Umtopfen. Wenn du tiefer einsteigen willst, habe ich auf dieser Seite meine komplette Methode beschrieben.
