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Ficus carica Richtis Gorge – Pfirsich-Feige aus Kreta

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Die Ficus carica ‚Richtis Gorge‘ wurde in der berühmten Richtis Schlucht auf Kreta entdeckt und ist eine der außergewöhnlichsten Feigensorten Griechenlands. Diese besondere Feige fällt sofort durch ihre orange-rosa Färbung auf, die an einen reifen Pfirsich erinnert. Das Besondere dieser Sorte ist jedoch ihr Geschmack: Das helle Fruchtfleisch entwickelt eine intensive Pfirsich-Note, die sie von allen anderen Feigensorten unterscheidet. Die robuste Pflanze wächst auch an halbschattigen Standorten zwischen anderen Sträuchern und erreicht eine beachtliche Höhe von über 4 Metern.

Eine der definitiv schönsten Schluchten auf Kreta ist die Richtis Schlucht. Wir waren noch gar nicht richtig in der Schlucht angekommen, da wuchsen links und rechts am Wegesrand riesige Feigenbäume. Teilweise standen Sie in den Gärten und teilweise frei, wie das ebenso in Griechenland ist. Interessanterweise waren die Pflanzen Mitte Oktober komplett ohne Früchte und so war etwas enttäuschend, dass man nicht einmal eine Frucht von den Bäumen naschen konnte. Auf dem Weg zur Richtis Schlucht sind noch weitere kleinere Gärten zu finden, zufällig gab es dort einen Baum, der zwar blattlos war, aber kleine reife Früchte hatte. Die einzige Gelegenheit im gesamten Urlaub einmal Feigen vom Baum zu essen. Die Frucht selbst ist orange-rosa, eher wie ein roter Pfirsich gefärbt. Im Inneren ist das Fruchtfleisch hell, auch wie bei einem Pfirsich und jetzt kommt der Knaller, der Geschmack der reifen Frucht hat ohne Witz eine intensive Pfirsich-Note. Alles in allem also eine Feige, die den Namen Pfirsich oder Peach erhalten sollte.

UrsprungKreta, Griechenland
Synonym
StandortAuch wenn Feigen einen sonnigen Standort bevorzugen, stand diese Pflanze zwischen anderen Sträuchern, auch Brombeeren und nur der obere Teil schaute heraus. In dieser Region gehen die Temperaturen schätzungsweise nicht unter 9 °C, daher kann die Winterhärte so noch nicht genannt werden. Feigen können hier jedoch durchaus überraschen, vor allem mit einem bestimmten Alter.
WuchsDie Pflanze am Fundort war mindestens 4 hoch.
ErtragDie Frucht hatten wir im Oktober gepflückt, ob eine Bestäubung notwendig ist, wird sich erst zeigen müssen. Da zu diesem Zeitpunkt alle anderen Feigen komplett ohne Früchte waren, könnte es dafür sprechen, dass es eher eine Feige ist, die auch außerhalb der Hauptsaison, bezogen auf die Feigenwespe, Früchte produzieren kann. Aber wie geschrieben, muss es erst gesprüft werden.
FruchtDie Frucht selbst ist orange-rosa, eher wie ein roter Pfirsich gefärbt. Im Inneren ist das Fruchtfleisch hell, auch wie bei einem Pfirsich und jetzt kommt der Knaller, der Geschmack der reifen Frucht hat ohne Witz eine intensive Pfirsich-Note.
WinterhartDarüber kann noch nichts geesagt werden.

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Feigenbäume auf Kreta: Wilde Feigen oder Kulturformen?

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Feigenbäume auf Kreta begeistern jeden Wanderer mit ihrer beeindruckenden Präsenz in den Schluchten der Insel. Die mächtigen Bäume mit ihren grünen und tiefblauen Früchten werfen eine spannende Frage auf: Sind diese Feigen wirklich wild oder handelt es sich um verwilderte Kulturformen? Die griechische Insel Kreta gilt als wahres Paradies für Feigenliebhaber und bietet eine erstaunliche Vielfalt an Feigenarten. Von den steilen Felswänden bis zu den fruchtbaren Tälern – überall gedeihen diese faszinierenden Bäume und prägen das mediterrane Landschaftsbild nachhaltig.

Wer auf Kreta durch eine der beeindruckenden Schluchten wandert, wird schnell auf ein faszinierendes Naturphänomen stoßen: mächtige Feigenbäume, voll behangen mit grünen oder tiefblauen Früchten. Doch wie wild sind diese Feigen eigentlich – und handelt es sich dabei wirklich um wilde Sorten?

Feigenvielfalt auf Kreta: Ein Paradies für Feigenliebhaber

Die griechischen Inseln – allen voran Kreta – sind ein echtes Paradies für Feigenfreunde. Ab dem Sommer reifen an nahezu jeder Ecke köstliche Feigen heran. Egal ob in Tälern, an Hängen oder direkt an Felswänden: Feigenbäume gehören hier fest zum Landschaftsbild.

Schon beim genaueren Blick auf die Blätter erkennt man, dass es sich nicht nur um eine einheitliche Feigenart handeln kann. Die Vielfalt der Wuchsformen, Blattstrukturen und Fruchtfarben deutet darauf hin, dass hier zahlreiche verschiedene Sorten oder sogar Wildformen wachsen.

Wild oder nicht? Ein Blick auf Wachstum und Erscheinung

In vielen Regionen Kretas, insbesondere in der Nähe alter Siedlungen, ist davon auszugehen, dass Menschen früher gezielt Feigen gepflanzt haben. Doch selbst in abgelegenen, scheinbar unberührten Gebieten finden sich Feigenbäume mit ganz unterschiedlichen Erscheinungsbildern.

Die Unterschiede sind deutlich: Manche Pflanzen bilden kräftige, dicke Triebe, andere wirken filigraner und zerbrechlich. Der Fruchtansatz reicht von fast keinem bis zu überreichlicher Tragkraft – je nach Alter, Standort, Jahreszeit und Blühverhalten.

All das zeigt: So ganz „wild“ können viele dieser Feigen nicht sein.

Was genau sind wilde Feigen?

Echte wilde Feigen entstehen aus Samen, die aus bestäubten Feigen hervorgehen – oft mithilfe der Feigengallwespe (Blastophaga psenes). Diese Samen keimen dort, wo sie zufällig landen: in Felsritzen, an Hängen oder zwischen alten Mauern. Es handelt sich also um Sämlinge, nicht um vegetativ vermehrte Kulturfeigen. Und sie stammen in der Regel nicht aus selbstfruchtenden Sorten.

Steckhölzer aus Kreta – ein Experiment im eigenen Garten

Bei meiner Reise durch Kreta konnte ich nicht widerstehen: Ich habe mir einige Steckhölzer von besonders vitalen und fruchttragenden Bäumen mitgenommen. Diese sind inzwischen gut ausgetrieben.

Doch nun stellt sich die spannende Frage: Werden diese Pflanzen auch in Mitteleuropa Früchte tragen – und wenn ja, ohne Bestäubung?

Denn genau das führt uns zur Ausgangsfrage zurück:
Wie wild sind die Feigen auf Kreta wirklich?
Immerhin gibt es längst selbstfruchtende Feigensorten, auch in Ländern mit Feigengallwespe. Diese sind besonders beliebt, weil sie zuverlässig Fruchtansatz liefern – ganz ohne fremde Bestäubung.

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Kadota Feige: Winterharte Sorte mit gelben Früchten

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Die Kadota Feige (Ficus carica ‚Kadota‘) gehört zu den beliebtesten winterharten Feigensorten für deutsche Gärten. Diese robuste Sorte aus Griechenland überzeugt durch ihre außergewöhnlich frühe Fruchtbildung – bereits im ersten Pflanzjahr können Sie mit einer reichen Ernte rechnen. Die gelb-grünen Früchte mit ihrem honigfarbenen, süßen Fruchtfleisch reifen sowohl im Sommer als auch im Herbst. Dank ihrer guten Winterhärte und Anpassungsfähigkeit an kühlere Standorte ist die Kadota ideal für Hobbygärtner, die mediterrane Früchte im eigenen Garten ernten möchten.

Ficus carica ‚Kadota‘

Zahlreiche Früchte schon im ersten Jahr.

Ursprung Griechenland
Synonym
Standortbevorzugt sonnig, auch kühlere Standorte
Wuchsschwach-mittelstark
ErtragSommer & Herbst, schon im ersten Jahr möglich.
FruchtSchale: gelb-grün
Fruchtfleisch: gelb-honigfarben
Winterhartja, angeschütztem Standort, je älter die Pflanze umso besser