Kurz gesagt: In Mitteleuropa treibt der Feigenbaum meist zwischen Mitte April und Mitte Mai aus, abhängig von Klima, Sortencharakter und Winterquartier. Spätfröste sind die größte Gefahr – weshalb ich nie zu früh rausräume.
Aus meiner Erfahrung in Berglen: Die ersten Knospen schwellen schon im März an, der eigentliche Austrieb kommt aber erst, wenn nachts stabil über 5 °C herrschen. Eine ungeduldige Feige, die zu früh austreibt und dann Frost kriegt, leidet das ganze Jahr.
- Im Kübel überwintert (kühl): Treibt verzögert aus, sobald sie warm steht. Ich hole meine erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) raus.
- Im Wintergarten oder Wohnung: Treibt oft schon im Februar/März – dann bitte hell stellen, sonst vergeilen die Triebe.
- Ausgepflanzt im Freiland: Treibt je nach Lage Anfang bis Mitte Mai. Geschützte Südwand früher, freie Lage später.
- Frostgeschädigte Pflanzen: Treiben deutlich später, manchmal erst im Juni aus dem alten Holz oder vom Wurzelstock. Geduld haben – nicht zu früh aufgeben.
Mein Tipp: Wer ungeduldig ist und früh austreibt, sollte ein Vlies griffbereit haben. Späte Maifröste haben hier in Süddeutschland schon manchen jungen Trieb gekostet.
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