Kurz gesagt: Loch doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen, lockern, Kompost und etwas Sand einarbeiten, einsetzen, gut wässern – und in der ersten Saison regelmäßig nachwässern, bis die Pflanze eingewurzelt ist. Bester Zeitpunkt: April bis Mai oder September.
Bei mir am Hof in Berglen pflanze ich am liebsten im Frühjahr, sobald die Eisheiligen vorbei sind. So hat die Pflanze die ganze Saison Zeit, ihre Wurzeln zu etablieren, bevor der erste Winter kommt.
Schritt für Schritt:
- Standort: Vollsonnig, geschützt vor Nordwind, gerne an einer Süd- oder Westwand. Boden durchlässig – Staunässe ist der Killer Nummer eins.
- Pflanzloch: Doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen. Sohle mit der Grabgabel lockern.
- Aushub mischen: Erde mit reifem Kompost und etwas grobem Sand oder Splitt mischen. Bei schweren Böden mehr Sand, bei sandigen Böden mehr Kompost.
- Pflanze einsetzen: Wurzelballen leicht aufrauen, einsetzen, so dass die Wurzelhalsoberkante mit dem Boden abschließt. Nicht tiefer pflanzen.
- Erde einfüllen: Schichtweise einfüllen, leicht antreten – nicht festtreten.
- Gießrand formen: Kleinen Wall um die Pflanze formen, damit Wasser nicht wegfließt.
- Einschwemmen: 10–20 Liter Wasser, langsam laufen lassen, damit Hohlräume schließen.
- Mulchen: Mit Rindenmulch oder Stroh abdecken – schützt vor Austrocknung und Unkraut.
In der ersten Saison alle 2–3 Tage gießen, vor allem bei Trockenheit. Ab dem zweiten Jahr ist eine ausgepflanzte Feige weitgehend selbstversorgend.
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