Kann man von Feigen Durchfall bekommen?

Kurz gesagt: Ja, das kann passieren – Feigen sind reich an Ballaststoffen und natürlichen Abführstoffen. Wer auf einmal viele isst, vor allem getrocknete, kann Durchfall oder weichen Stuhl bekommen. In Maßen sind sie aber im Gegenteil ein Heilmittel bei Verstopfung.

Das ist tatsächlich ein klassischer Fall von „die Dosis macht das Gift“. Aus meiner Erfahrung passiert das vor allem mit getrockneten Feigen aus der Tüte – die isst man wie Süßigkeiten, und plötzlich sind 200 g weg.

Warum die abführende Wirkung:

  • Hoher Ballaststoffgehalt (frisch 2,5 g, getrocknet bis 10 g pro 100 g) – wirkt darmaktivierend.
  • Ficin (proteinspaltendes Enzym), kann bei empfindlichen Mägen reizen.
  • Hoher Fruchtzuckergehalt – bei Fructose-Intoleranz problematisch.
  • Sorbit-Gehalt – wirkt als osmotisches Abführmittel.

Empfohlene Mengen:

  • Frische Feigen: 4–6 pro Tag sind unbedenklich.
  • Getrocknete Feigen: 2–4 pro Tag, mehr nur portionsweise.
  • Kinder: deutlich weniger – die Verdauung ist empfindlicher.

Bei chronischen Verdauungsproblemen, Fructose-Intoleranz oder Reizdarm bitte mit dem Arzt sprechen. Bei gelegentlicher Verstopfung sind 2–3 getrocknete Feigen, vor dem Schlafengehen mit einem Glas Wasser, ein bewährtes Hausmittel.

Mein Tipp: Beim ersten Mal Feigen aus eigener Ernte langsam rantasten – frisch direkt vom Baum sind sie intensiver als gekauft.

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