Was braucht ein Feigenbaum zum Wachsen?

Kurz gesagt: Sonne, lockeres Substrat, mäßig Wasser, wenig aber gezieltes Düngen, einen geschützten Standort und im Winter Frostschutz. Eine Feige ist insgesamt anspruchslos – sie will nur das Mediterrane in Mitteleuropa wiederfinden.

Bei mir am Hof in Berglen läuft es nach folgenden Regeln, die ich über die Jahre gelernt habe:

Standort:

  • Vollsonnig, mindestens 6 Stunden direkte Sonne
  • Geschützt vor Nordwind
  • Gerne an Süd- oder Westwand mit Wärmespeicher

Substrat / Boden:

  • Locker, durchlässig, leicht alkalisch (pH 6,5–7,5)
  • Mit Sand oder Splitt aufgelockert bei schweren Böden
  • Im Kübel: Mediterrane Mischung mit 30 % Sand/Bims

Wasser:

  • Frisch gepflanzt: regelmäßig wässern, bis eingewurzelt
  • Etabliert (im Freiland): nur bei langer Trockenheit
  • Im Kübel: durchdringend wässern, dann antrocknen lassen
  • Niemals Staunässe – größter Killer der Feige

Düngung:

  • 1–2 cm Kompost im Frühjahr
  • Im Sommer ggf. Komposttee oder Brennnesseljauche
  • Kaliumbetont (für Frostfestigkeit und Fruchtreife)
  • Nicht überdüngen – ergibt nur Blatt, keine Frucht

Winter:

  • Im Kübel: kühl, frostfrei (0–7 °C), z.B. Garage
  • Im Freiland: Wurzelbereich mit Reisig, Laub oder Mulch dämmen, Stamm mit Vlies oder Schilfmatte schützen

Mein Tipp: Wenn du diese Punkte beherzigst, hast du jahrzehntelang Freude an deiner Feige. Mehr braucht’s nicht – Feigen mögen es lieber bescheiden als verwöhnt.

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