| Herkunft | Italien |
| Fruchtfarbe | Dunkel burgunderrot bis schwarz, tiefrot innen |
| Fruchtgröße | Groß (ca. 60–90 g) |
| Reifezeit | August bis September |
| Fruchtbarkeit | Einerntig |
| Frosthärte | bis ca. −12 °C |
| Wuchsstärke | Mittel bis stark, aufrecht |
| Kübel geeignet | Ja – empfohlen für die meisten Regionen |
| Geschmack | Extrem süß, dunkle Beeren, Karamell, Konfitüre |
Die Signora – eine Feige mit Charakter
Es gibt Feigensorten, die einfach nur gut sind – und dann gibt es die Ficus carica ‚Signora‘. Diese italienische Schönheit gehört definitiv in die Kategorie „außergewöhnlich“. Schon allein die Optik ist beeindruckend: Große, dunkelviolett bis fast schwarze Früchte, die beim Aufschneiden ein tief rubinrotes Fruchtfleisch offenbaren.
Der Name „Signora“ – auf Deutsch „die Dame“ – passt perfekt. Diese Sorte ist elegant, hat Stil und liefert einen Geschmack, den man so schnell nicht vergisst. Sie gehört zu den exklusiveren Sorten in unserer Sammlung und ist genau das Richtige für Sammler und Genießer, die etwas Besonderes suchen.
Die Signora gehört zu den großfrüchtigsten Feigensorten. Einzelne Früchte können über 80 Gramm erreichen – das ist für eine Feige beachtlich. In Kombination mit dem komplexen Geschmacksprofil macht sie das zu einer echten Premiumsorte unter Feigenliebhabern.
Geschmack: Ein Feuerwerk für den Gaumen
Der Geschmack der Signora ist vielschichtig und komplex. Die Grundsüße erinnert an dunkle Beeren – Brombeere und Schwarze Johannisbeere kommen mir in den Sinn. Dazu gesellt sich eine warme Karamellnote und ein marmeladenartiger Nachgeschmack, der noch lange am Gaumen bleibt.
Vollreif hat die Signora eine buttrig-weiche Textur, die auf der Zunge regelrecht zergeht. Das ist eine Feige, die man nicht einfach nebenbei isst – man genießt sie bewusst, am besten lauwarm direkt vom Baum an einem Spätsommernachmittag.
Pflege und Standort
Die Signora bevorzugt einen warmen, vollsonnigen Standort mit Schutz vor kalten Winden. Als mittelstark wachsende Sorte mit aufrechtem Habitus braucht sie etwas Platz, um ihr volles Potential zu entfalten. Im Kübel macht sie eine hervorragende Figur – ich empfehle mindestens einen 40-Liter-Topf.
Beim Substrat setze ich auf eine gut drainierte Mischung aus Pflanzerde, Perlite und Bims. Die Signora mag es feucht, aber nicht nass. Regelmäßiges Düngen von April bis August mit einem kaliumbetonten Dünger unterstützt die Bildung ihrer beeindruckend großen Früchte.
Um besonders große Früchte zu bekommen, kannst du bei der Signora ein leichtes Ausdünnen der Fruchtansätze in Betracht ziehen. Weniger Früchte am Baum bedeuten mehr Energie pro Feige – und damit noch größere, geschmackvollere Früchte.
Überwinterung
Mit −12 °C Frosthärte ist die Signora nicht die winterhärteste Sorte. Für die meisten deutschen Regionen empfehle ich daher die Kübelkultur mit frostfreier Überwinterung bei 0–5 °C. In sehr milden Lagen (Rheingraben, Niederrhein) ist auch eine Auspflanzung mit solidem Winterschutz denkbar.
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Fazit: Für wen ist die Signora geeignet?
Die Ficus carica ‚Signora‘ ist eine Sorte für Genießer und Sammler, die das Besondere suchen. Ihre großen, aromastarken Früchte machen sie zu einem echten Highlight in jeder Feigensammlung. Sie ist eher für fortgeschrittene Feigenfreunde geeignet, die bereit sind, ihr etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Wer bereit ist, die Signora im Kübel zu pflegen und ihr den richtigen Standort zu geben, wird mit einem Geschmackserlebnis belohnt, das seinesgleichen sucht.










