Wer auf der Suche nach einer Feigensorte mit außergewöhnlicher Süße ist, sollte sich die Ficus carica „Sucrette“ genauer ansehen. Bereits ihr Name verrät, wohin die Reise geschmacklich geht. „Sucrette“ bedeutet sinngemäß „kleine Süße“ – und genau das liefert diese traditionelle französische Feige in beeindruckender Weise.
Die Sorte stammt aus Frankreich und zählt zu den Feigen, die besonders bei Liebhabern süßer Früchte einen hervorragenden Ruf genießen. Äußerlich präsentiert sich Sucrette mit einer attraktiven hellgrünen bis gelbgrünen Schale. Im Inneren verbirgt sich ein hellrosa bis rötliches Fruchtfleisch, das bei Vollreife ein intensives Aroma entwickelt. Geschmacklich erinnert die Frucht an Honig, reife Früchte und zeigt bei optimaler Reife sogar leicht karamellige Noten.
Am Feigenhof in Berglen hat sich Sucrette als echte Spezialität für Naschkatzen etabliert. Während viele helle Feigensorten eher ein ausgewogenes Aroma mit moderater Süße besitzen, legt Sucrette den Schwerpunkt klar auf den Zuckergehalt. Wer eine besonders süße Feige sucht, wird hier schnell fündig. Gerade bei sonnigem Wetter entwickelt die Sorte ihre volle Qualität und belohnt den Gärtner mit aromatischen Früchten, die direkt vom Baum genossen werden können.










Auch ihr Wuchs macht die Sorte interessant. Sucrette wächst mittelstark, bleibt dabei aber angenehm kompakt und lässt sich sowohl im Garten als auch im großen Kübel hervorragend kultivieren. Dadurch eignet sie sich nicht nur für größere Grundstücke, sondern ebenso für Terrassen, Innenhöfe oder kleinere Gärten. Ein ausreichend großer Topf mit etwa 30 bis 40 Litern Volumen bietet bereits gute Voraussetzungen für viele Jahre erfolgreichen Anbaus.
Die Reifezeit beginnt meist ab Mitte August und reicht bis in den September hinein. Reife Früchte erkennt man gut daran, dass sie weich werden, leicht hängen und die Schale zunehmend goldgelb erscheint. Dann entfaltet sich das volle Aroma. Wer die Früchte einige Tage länger am Baum lässt und auf den optimalen Reifezeitpunkt wartet, wird mit einem besonders intensiven Geschmackserlebnis belohnt.
Für eine gute Entwicklung bevorzugt Sucrette einen sonnigen, warmen und möglichst geschützten Standort. Je mehr Sonne die Pflanze erhält, desto ausgeprägter wird später die Süße der Früchte. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und gleichzeitig gut durchlässig sein. Staunässe verträgt die Sorte wie die meisten Feigen nicht. Während der Wachstumsphase freut sie sich über regelmäßige Wassergaben, wobei in der Fruchtreife etwas zurückhaltender gegossen werden kann. Dadurch konzentriert die Pflanze mehr Zucker in den Früchten.
Die Winterhärte wird meist mit etwa -10 bis -12 °C angegeben. In vielen milden Regionen Deutschlands kann die Sorte mit etwas Schutz ausgepflanzt werden. In raueren Lagen empfiehlt sich die Kultur im Kübel, sodass die Pflanze bei strengem Frost geschützt überwintert werden kann.
Verwendet werden die Früchte überwiegend frisch vom Baum, denn genau dann kommen Aroma und Süße am besten zur Geltung. Darüber hinaus eignen sie sich hervorragend für Marmeladen, Desserts, Kuchen oder zum Trocknen. Auch in Kombination mit Käse oder mediterranen Gerichten macht Sucrette eine ausgezeichnete Figur.
Wer verschiedene Feigensorten vergleicht, wird feststellen, dass Sucrette vor allem durch ihre außergewöhnliche Süße überzeugt. Während beispielsweise Honey Heart noch etwas höhere Zuckerwerte erreichen kann, punktet Sucrette mit ihrem kompakten Wuchs und ihrer sehr guten Eignung für kleinere Standorte. Damit ist sie eine hervorragende Wahl für alle, die wenig Platz haben und trotzdem nicht auf erstklassige Feigen verzichten möchten.
Für Feigenfreunde, die eine traditionelle französische Gourmet-Feige mit intensivem Honigaroma suchen, gehört Ficus carica „Sucrette“ daher zweifellos zu den interessantesten Sorten überhaupt. Wer einmal eine vollreife Sucrette direkt vom Baum probiert hat, versteht schnell, warum diese Sorte ihren Namen trägt.
