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Feigen Mosaik Virus: Erkennen & behandeln am Feigenbaum

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Entdecken Sie gelb-grüne Flecken oder mosaikartige Muster auf den Blättern Ihres Feigenbaums? Dann haben Sie wahrscheinlich das Feigen Mosaik Virus (FMV) vor sich. Keine Panik – dieser weit verbreitete Pflanzenvirus sieht spektakulärer aus, als er tatsächlich ist. In den meisten Fällen schadet FMV Ihrer Feige kaum und die Früchte bleiben vollkommen genießbar. Hier erfahren Sie alles über Erkennung, Ursachen und den richtigen Umgang mit diesem harmlosen Feigen-Begleiter.

Wenn sich auf den Blättern deines Feigenbaums gelblich-grüne Muster, unregelmäßige Flecken oder mosaikartige Strukturen zeigen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um den Feigen-Mosaik-Virus (FMV). Die gute Nachricht vorweg: Auch wenn die Symptome auffällig sind – der Virus ist in der Regel nicht gefährlich.


Was ist der Feigen-Mosaik-Virus?

Der Feigen-Mosaik-Virus (FMV) ist ein Pflanzenvirus, das weltweit bei Ficus carica vorkommt. Besonders verbreitet ist er in wärmeren Regionen, doch durch den Handel mit Stecklingen und Pflanzen kommt er mittlerweile auch in Mitteleuropa häufiger vor.

Der Virus wird nicht über Samen, sondern durch:

  • infiziertes Pflanzenmaterial (z. B. Steckhölzer)
  • Sauginsekten (wie Zikaden oder Milben)
  • und seltener durch Werkzeuge beim Schneiden

übertragen.


Woran erkenne ich FMV?

Typische Symptome sind:

🍃 Mosaikartige Blattmuster – helle, gelbliche oder grünliche Flecken, oft unregelmäßig verteilt
🍃 Verzerrte Blätter – bei starkem Befall
🍃 Leicht gebremstes Wachstum – in seltenen Fällen
🍃 Keine direkten Schäden an Früchten – Feigen sind weiterhin essbar

📸 Wichtig: Die Blattverfärbungen können leicht mit Sonnenbrand, Nährstoffmangel oder anderen Krankheiten verwechselt werden. Oft sind sie rein optisch und beeinträchtigen die Pflanze kaum.


Ist FMV gefährlich?

In den meisten Fällen: Nein.

FMV ist chronisch, aber mild verlaufend. Viele infizierte Pflanzen wachsen ganz normal weiter und liefern auch gute Erträge. Gerade robuste Sorten wie MichurinskaBrown Turkey oder Ronde de Bordeaux zeigen oft keine spürbaren Einschränkungen.

Nur bei empfindlichen Sorten, schlechter Pflege oder in Kombination mit anderen Stressfaktoren (wie Staunässe, Frost oder Nährstoffmangel) kann es zu Wachstumsstörungen kommen.


Was kann ich dagegen tun?

Da FMV nicht heilbar ist, hilft nur vorbeugende Pflege:

✅ Nur gesundes Pflanzmaterial kaufen – am besten von vertrauenswürdigen Quellen
✅ Feigen kräftig halten – durch regelmäßige Düngung, Sonnenschutz und luftige Standorte
✅ Insekten fernhalten – besonders Zikaden, Spinnmilben & Co.
✅ Werkzeuge desinfizieren, wenn du mehrere Pflanzen schneidest

Ein gut gepflegter Feigenbaum kann mit dem Virus problemlos leben – oft ohne, dass du es merkst.


Fazit: Kein Grund zur Panik – Mosaikvirus ist (meist) harmlos

Wie auch beim Feigenrost gilt: Der Feigen-Mosaik-Virus ist optisch auffällig, aber nicht gefährlich. Gesunde, kräftige Feigenpflanzen kommen damit problemlos zurecht. Mit guter Pflege, ausreichend Sonne und einem durchlässigen Substrat lassen sich viele Symptome sogar vermeiden.

📌 Merksatz:
Ob Virus oder Rost – mit guter Pflege bleibt deine Feige stark, schön und fruchtbar.

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Feigenbaum Regen: So schützen Sie Ihre Feige vor Nässe

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Feigenbaum und Regen – ein Thema, das viele Hobbygärtner bei anhaltend nassen Wetterperioden beschäftigt. Während ausgepflanzte Feigenbäume auch längere Regenphasen problemlos überstehen, benötigen Kübelpflanzen besonderen Schutz vor Staunässe. Die richtige Pflege bei Regen entscheidet über Gesundheit und Wachstum Ihrer Feige. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihren Feigenbaum optimal durch regenreiche Zeiten bringen und typische Pflegefehler vermeiden.

In den letzten Wochen und Monaten haben wir schon fast verlernt, wie es ist, wenn es tagelang warm und trocken ist. Was in den letzten Jahren mit langen und heißen Trockenphasen verbunden war, bekommen wir gefühlt aktuell wieder täglich zurück. Das Wasser von oben.

Doch wie schaut es nun aus mit den Feigenbäumen, wenn es sehr oft oder auch über längere Phasen regnet?

Grundsätzlich schadet Regen dem Feigenbaum nicht. In ihrer ursprünglichen Heimat wachsen sie oft in sehr sandigem und felsigen Böden. Hier sickert der Regen schnell in den Boden und die Feige steht gar nicht so nass. Auch habe ich schon Feigenbäume an Wasserläufen gesehen, die praktisch dauerhaft Wasser zur Verfügung hatten. Feigen sind anpassungsfähig, wenn sie frei ausgepflanzt sind.

Anders schaut es bei Pflanzen aus, die im Container gehalten werden. Die Wurzeln der Feigenpflanze können sich nur innerhalb des Pflanzgefäßes ausbreiten und sind somit sehr schnell limitiert. Solang das Wasser regelmäßig abfließen kann hat die Feige kein Problem. Problematisch wird es erst, wenn zu viel Wasser stehen bleibt und die Pflanze in Stress kommt. Feigenbäume sollten daher, bei zu langen Regenphasen geschützt gestellt werden, damit der Wurzelbereich nicht nass steht.

Wie geschrieben, ist dies bei ausgepflanzten Feigenbäume absolut kein Problem. Der Container macht jedoch einen großen Unterschied.

Das der Feigenbaum Stress hat, ist an gelben runden Flecken zu erkennen. In extremen Fällen kann es auch zu Kümmerwuchs und deformierten Blättern kommen. Vergleichbar ist es mit einer Grippe, die ebenfalls durch einen Virus ausgelöst wird.

Dieser latent in Feigen schlummernde Virus, ist wie bei vielen Pflanzenviren unproblematisch solang er nicht durch Stress aufgeweckt wird und verliert sich rasch, nachdem die Bedingungen sich bessern, oder die Pflanze ausgepflanzt wird. Dies bestätigen auch meine persönlichen Erfahrungen, während langer Regenphasen wenn ich die getopften Pflanzen mit den ausgepflanzten vergleiche.

Doch nicht nur Regen führt zu diesen Symptomen, auch zu viel Gießen sorgt dafür, dass die an sich eher Trockenheitsliebende Pflanze in Stress gerät.

Ist nur eine getopfte Kultur möglich, muss mit einer Drainage dafür gesorgt werden, dass das Wasser schneller abfließen kann oder die Pflanze so gestellt werden, dass sie weniger Regen abbekommt.

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Feigenfrüchte Farben: Warum Feigen 2024 anders aussehen

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Feigenfrüchte Farben weichen 2024 stark von den gewohnten sortentypischen Merkmalen ab – viele Hobbygärtner beobachten dieses Phänomen bei ihren Feigenbäumen. Statt der charakteristischen Färbung zeigen sich die Früchte in ungewöhnlichen Tönen, reifen zu schnell oder platzen sogar auf, bevor sie genießbar sind. Diese Veränderungen bei Feigenbäumen haben konkrete Ursachen, die mit den besonderen Wetterbedingungen dieses Jahres zusammenhängen. Der verzögerte Sommerstart, gefolgt von extremer Trockenheit, hat die natürlichen Wachstumszyklen der Feigenpflanzen erheblich durcheinandergebracht.

Nicht sortentypisch zeigen sich dieses Jahr die Feigenpflanzen bezogen auf das Erscheinungsbild der Früchte.

Habt Ihr das dieses Jahr auch? Zum einen stelle ich fest, dass die Früchte zu schnell reif werden oder gar aufplatzen, bevor sie überhaupt genießbar sind. Der optimale Reifezeitpunkt wird offensichtlich auch nicht erreicht, denn die sortentypischen Merkmale wie Farbe der Schale wird nicht von jeder Feige richtig getroffen.

Daher frage ich mich, woran das liegen kann. Dieses Jahr begann der Sommer recht verzögert, was meiner Einschätzung nach für eine spätere Blüte sorgte, dann gab es eine sehr lange und trockene Sommerphase, dadurch haben die Feigen erst einmal eine Pause eingelegt und erst als es wieder etwas kühler wurde, setzte das Wachstum der Feigen wieder ein und damit auch die Fruchtbildung.

Gefühlt sind die Früchte dieses Jahr auch deutlich kleiner. Selbst bei den ausgepflanzten Feigenbäumen, die nun schon mindestens 2 Jahre ausgepflanzt sind, war die Fruchtgröße hinter den Jahren davor.

Auch hatte ich bei einzelnen Sorten den Eindruck, dass sich die Farbe des Fruchtfleisches extrem von den Vorjahren und auch im Vergleich zu Fotos aus dem Internet stark unterschieden haben. Meine Bornholm Feige hatte eine derart intensiv gefärbte Frucht gehabt, dass ich fast gezweifelt hatte, ob es wirklich diese Feigensorte ist. Auch was meine Madeleine de deux Saison betraf, war ich echt überrascht. Normalerweise sind die Früchte der Madeleine de deux Saison grün mit rötlicher Überfärbung und Fruchtfleisch ist ebenfalls rötlich gefärbt. Dieses Jahr liefert die Feige gelbe, fast farblose Früchte. Das Interessante dabei ist, dass die Fruchtqualität und der Geschmack kaum beeinflusst ist.

Was denkt Ihr, woran das liegt? Ist das bei Euch dieses Jahr auch so gewesen? Schreibt es mal in die Kommentare.

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Wurzelkugeln bei Feigen: Ursachen & richtige Pflege

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Wurzelkugeln bei Feigen entstehen häufig durch ungünstige Pflanzbedingungen und können das Wachstum Ihres Feigenbaums erheblich beeinträchtigen. Diese verdichteten Wurzelbereiche verhindern die optimale Nährstoff- und Wasseraufnahme der Pflanze. Besonders bei Feigenbäumen im Kübel oder bei ungünstigen Bodenverhältnissen im Garten treten solche Probleme auf. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Wurzelkugeln erkennen, behandeln und zukünftig vermeiden können. Mit der richtigen Pflege entwickelt sich Ihr Ficus carica zu einem gesunden und ertragreichen Baum.


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Feigenrost bekämpfen: Ursachen, Symptome & Behandlung

Feigenrost bekämpfen ist für jeden Feigenliebhaber ein wichtiges Thema, denn diese Pilzkrankheit kann die Gesundheit Ihres Feigenbaums erheblich beeinträchtigen. Der Rostpilz zeigt sich durch charakteristische orange-braune Flecken auf den Blättern und kann bei unbehandeltem Verlauf zu Blattverlust führen. In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie alles über die Ursachen von Feigenrost, wie Sie die ersten Anzeichen erkennen und welche effektiven Behandlungsmethoden Ihren Feigenbaum wieder gesund machen. Mit den richtigen vorbeugenden Maßnahmen können Sie künftig Rostbefall vermeiden und sich an prächtigen, gesunden Feigenbäumen erfreuen.


In diesem Beitrag wollte ich im speziellen auf den Feigenrost eingehen. Beitrag wird auch direkt auf der Webseite eingebunden.
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Über meine Webseite https://www.feigenabhof.de/ und den dazugehörigen Youtube Kanal habe ich mich dazu entschlossen Euch zukünftig noch intensiver in die Welt der Feigen (Ficus) eintauchen zu lassen.
Auch Euch auch die große Familie der Maulbeergewächse zu welchen die Feigenbäum zählen. Alleine in der Familie sich auszutoben würden mehrere Leben erfordern.

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Ich liebe Feigen, Ihr auch und weil ich das weiß freue ich mich über einen regen Austausch.

Grüße
Bernd

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Feigenbaum bildet keine Früchte – 4 häufige Ursachen

BVO 7497

Wenn dein Feigenbaum keine Früchte bildet, kann das verschiedene Ursachen haben, die sich meist leicht beheben lassen. Viele Hobbygärtner erleben diese Enttäuschung, besonders wenn sie sich auf süße, selbst angebaute Feigen gefreut haben. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen liegt es nicht an der Pflanze selbst, sondern an vermeidbaren Pflegefehlern. Von der Eingewöhnung am neuen Standort über falsche Düngung bis hin zu ungünstigen Schnittzeitpunkten – wir zeigen dir die häufigsten Gründe und wie du sie behebst.

Was kann der Grund dafür sein, dass der Feigenbaum keine Früchte bildet?

Eingewöhnung an neuen Standort

Eine frisch gepflanzter Feige muss sich erst an seinen neuen Standort gewöhnen. Vorausgesetzt, dass der Standort ideal ist, also warm, sonnig und windgeschützt. Dann kann es durchaus sein, dass die Feige sich in den ersten Jahren an den Standort anpassen muss. Wir dürfen nicht vergessen, dass Feigen ursprünglich nicht in unseren Gefilden heimisch sind.

Wird ein Feigenbaum von einem Standort im Garten zu einem anderen umgepflanzt, dann reagieren die meisten Feigensorten damit, dass im gleichen und oft auch im Folgejahr keine Feigenfrüchte gebildet werden.

Falsche Düngung des Feigenbaums

Eine falsche Düngung kann zwar für ausuferndes Wachstum sorgen, doch gleichzeitig hat der Feigenbaum so keine Energie mehr für die Fruchtbildung. Eine Stickstoff betone Düngung verhindert die Bildung von Früchten. und sorgt für einen übermäßiges Zellenwachstum und somit anfällige Pflanzen.

Falscher Schnitt des Feigenbaums im Frühjahr

Steht im Garten eine Feigensorte, die Früchte im Sommer (Juli-August) ausbildet, dann wird ein Schnitt im Frühjahr dafür sorgen, dass durch das Entfernen der Triebspitzen, an der Feige keine Früchte ausgebildet werden können.

Das Gleiche kann auch ohne Schnittmaßnahmen passieren, Spätfrost kann dafür sorgen, dass die Triebknospen erfrieren und so eine Ernte nicht mehr erfolgen kann.

Hilfe für nicht fruchtende Feigen

Wichtig ist es den Feigenbaum richtig zu gießen. Außerdem ist der Standort wichtig. Doch mit Abstand am wichtigsten ist die Wahl der Feigensorte, für die vor Ort herrschenden Bedingungen. Es hilft wenig, sich einen Feigenbaum anhand der Merkmale für die Frucht zu wählen, der die Feige unter den gebotenen Bedingungen nie oder kaum Früchte ausbildet.

Oft hilft auch nur der Austausch des Feigenbaums durch eine geeignete Sorte. Denn wenn ein Feigenbaum innerhalb der ersten zwei bis drei Jahre keine Früchte ausbildet, sollte darüber nachgedacht werden, was die Ursachen sind.

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Feigen Mosaik Virus: Symptome erkennen & behandeln

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Das Feigen Mosaik Virus klingt bedrohlicher als es tatsächlich ist – in den meisten Fällen handelt es sich um einen harmlosen Hinweis auf suboptimale Pflegebedingungen. Genau wie beim Menschen, wo Herpesviren meist unbemerkt vorhanden sind, tragen praktisch alle Feigenbäume Viren in sich, ohne dass diese Probleme verursachen. Symptome treten hauptsächlich dann auf, wenn die Pflanze durch Stress, falsche Bewässerung oder ungünstige Standortbedingungen geschwächt ist. Verstehen Sie das Virus als natürlichen Indikator für die Gesundheit Ihres Feigenbaums. Mit der richtigen Pflege können Sie Ihre Feigen trotz Viruspräsenz gesund und ertragreich kultivieren.

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Das Wichtigste zu erst

Das Mosaikvirus ist harmloser und hilfreicher als die meisten denken.

Doch wie komme ich zu der se? In der heutigen Zeit ist der Begriff Virus natürlich sehr weit oben in den Schlagzeilen. Alle rennen sie mit Masken herum und haben überhaupt kein Verständnis dafür, was ein Virus ist. Genau das gleiche sieht man bei Pflanzen.

Viren sind allgegenwärtig.

Viren sind infektiöse organische Strukturen, die sich als Virionen außerhalb von Zellen durch Übertragung verbreiten, aber als Viren in der Natur nur innerhalb einer geeigneten Wirtszelle vermehren können. Sie bestehen nur aus DNA oder RNA sowie aus Proteinen, die es ihnen ermöglichen, in eine Zelle einzudringen.

 Wikipedia

In praktisch jedem Lebewesen sind Viren vorhanden, auch wenn von diesen im gesamten Leben keine Symptome zeigen. Vergleichbar ist dies mit dem Herpesvirus beim Menschen, praktisch jeder hat es in sich, bei einem Großteil treten keine Probleme auf, andere haben ständig damit zu schaffen.

Beschäftigt man sich weiter mit dieser Thematik stellen wir fest, dass die Symptome immer dann auftreten, wenn es zuvor einen äußeren Auslöser gab. Bei Herpes wäre es häufig Stress, Ekel oder ein Schock.

Bei Feigen ist es im Grunde genau das gleiche Muster. Sobald etwas an den Kulturbedingungen nicht stimmt, zeigt sich die häufig an Krankheitssymptomen, die an sich nur auf einen ungünstigen Zustand hindeuten.

Wie bei uns auch sind die meisten Viren unproblematisch und müssen nur auskuriert werden.

Zeigt die Feige zum Beispiel auf Grund von zu nasser Kultur Anzeichen für das aktiveren des Virus, also helle, runde Flecken auf den Blättern, dann müssen die Bedingungen verbessert werden.

Symptome des Feigen-Virus

Das Feigen-Mosaik-Virus zeigt sich mit unterschiedlich starker Ausprägung.

Vorzugsweise weisen die jüngeren Blätter die typischen Symptome auf.
Die Blätter zeigen durch runde Flecken oder eine Art „eckigem“ Mosaikmuster an, dass es dem Feigenbaum nicht gut geht.

Werden zu diesem Zeitpunkt die Bedingungen nicht optimiert, neigen die neu entwickelten Blätter zu Missbildungen und Deformierungen. Wie stark die Symptome ausgeprägt sind und wie sie sich zeigen, kann sich von Feigensorte zu Feigensorten unterscheiden. Auch spielt das Wetter eine große Rolle.

Auslöser für das Feigen-Mosaik-Virus

Typischerweise tritt das Virus nach anhaltendem Regen oder zu viel Gießen auf. Auch musste ich feststellen, dass ausgepflanzte Feigen im Vergleich zu getopften, deutlich weniger anfällig sind. Das liegt daran, dass in einem guten Gartenboden, das überschüssige Wasser schneller abfließen kann, als in deinem schlecht drainierten Pflanzgefäß. Steht die Feige zu nass sorgt das für Stress, also genau das was ich eingangs oben mit dem Herpesvirus beim Menschen verknüpft hatte.

Ein weiterer Faktor stellt das Wetter dar. Dieses Jahr 2022, gab es einen sehr langen, heißen und trockenen Sommer. An sich ein tolles Wetter für Feigen. Auf dieses Sommerwetter folgte rasch sehr nasses und kaltes Wetter. So ein Wetter ist geradezu ideal Krankheiten zu fördern. Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich auf des Wetter ebenfalls eine Erkältung. So ähnlich müsst Ihr Euch das bei den Feigenbäumen vorstellen.

Auch zu hohe Düngergaben können das Virus aktivieren.

Kann sich das Feigen-Mosaik-Virus übertragen?

Saugende Insekten und Milben stellen natürliche Überträger des Feigen-Mosaik-Virus dar. Aber auch Schneidwerkzeuge, die zwischen zwei Pflanzen, nicht desinfiziert werden, können das Virus übertragen.

Was hilft nun gegen das Feigen-Mosaik-Virus

Wie bereits erwähnt könnt ihr gegen das Virus an sich gar nichts machen. Ihr könnt nur dafür sorgen, dass sich die Bedingungen für die Feige verbessern und die ursächlichen Auslöser abgeschaltet werden. Bei getopften Pflanzen muss dafür gesorgt werden, dass überschüssiges Wasser schnell abfließen kann. Hier hilft eine Drainageschicht oder dem Topf noch mehr Abflusslöcher zu verpassen.

Ebenfalls kann es helfen, wenn die Feige an einem ungünstigen Standort steht, wenn die Feige an einen geschützteren Platz gestellt wird. Feigenbäumen mögen zwar viel Wasser, nur dauernass ist Stress und sorgt für die hier gezeigten Symptome.

Schadet das Virus der Feige?

Wenn die Bedingungen verbessert werden, dann erholt sich die Feige sehr schnell und die neuen Blätter werden auch wieder normal und gesund ausschauen. Das Virus selbst schadet der Feige nicht zwangsläufig, praktisch jede Pflanze ist befallen. Nur wenn die Auslöser nicht beseitigt werden, können die Symptome noch ausgeprägter sein und die Feige nicht mehr gesund wachsen.

Bis auf die für uns unschöne Optik stellt das Virus kein Problem dar, sondern ist in der Tat sogar ein nützlicher Hinweis.

Ist das Feigen-Mosaik-Virus schädlich für Menschen?

Pflanzenviren sind für andere Lebewesen ungefährlich.

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Feigen-Spreizflügelfalter bekämpfen: Schädling an Feigenbäumen

BVO 3661

Der Feigen-Spreizflügelfalter (Choreutis nemorana) gehört zu den neueren Schädlingen an Feigenbäumen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dieser kleine Schmetterling aus der Familie der Spreizflügelfalter wurde durch den Feigen-Boom in unsere Gärten eingeschleppt. Während der erwachsene Falter harmlos ist, können seine Raupen bei starkem Befall erhebliche Schäden an den Blättern verursachen. Durch milde Winter und die zunehmende Beliebtheit von Feigenbäumen findet dieser Schädling ideale Bedingungen vor. Mit dem richtigen Wissen lässt sich ein Befall jedoch erfolgreich erkennen und behandeln.

Feigen-Spreizflügelfalter (Choreutis nemorana) ist ein Schmetterling aus der Familie der Spreizflügelfalter (Choreutidae)

Was ist der Feigen-Spreizflügelfalter?

Der Feigen-Spreizflügelfalter (Choreutis nemorana) ist ein Schmetterling aus der Familie der Spreizflügelfalter (Choreutidae).
Kritisch ist nicht der erwachsene Schmetterling, sondern die wesentlich gefräßigere Raupe. Was im Übrigen bei praktisch allen Schmetterlingen im Bereich der Pflanzenschädlinge ist.

Schadert der Feigen-Spreizflügelfalter meiner Feige?

Der Feige schadet er an sich nur, wenn er in Massen auftritt. Bisher ist dies jedoch noch selten der Fall, denn das noch kalte Winterklima sorgt dafür, dass der Feigen-Spreizflügelfalter durch Frosteinwirkung stirbt.
Jedoch führen gerade milde Winter dazu, dass der Feigen-Spreizflügelfalter sich leichter verbreiten und zuwandern kann. Denn heimisch ist er bei uns nicht, er wurde praktisch eingeschleppt, bzw. angelockt. Denn Feigen sind im Trend und immer mehr Feigen finden einen Platz in den Gärten von D-A-CH und somit hat der Feigen-Spreizflügelfalter immer bessere Bedingungen. Auch dadurch, dass manch Feige geschützt überwintert wird und der Feigen-Spreizflügelfalter so ebenfalls den Winter gut überstehen kann.

Es gibt zwei Generationen. Die erste im Juni und Juli. Die zweite Generation bildet sich abn August. Während die erste Generation sich neue Orte sucht, verbleibt die zweite Generation an der Feige, wo sie auch überwintert.

Was mache ich gegen den Feigen-Spreizflügelfalter?

Eine einfache Methode gegen den Feigen-Spreizflügelfalter ist es, diesen abzusammeln. Das ist jedoch bei einer großen Pflanze wenig hilfreich.

Biologische Mittel gegen Raupen können helfen, sind jedoch nur auf Antrag beim zuständigen Landratsamt einsetzbar. Bacillus thuringiensis (Bt.) wirkt vielseitig gegen Raupen, allerdings hat auch dieses Mittel für Feigen keine Zulassnung.

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Fruchtfall bei Feigen: Warum fallen unreife Früchte ab?

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Fruchtfall bei Feigen frustriert viele Hobbygärtner, wenn die mühsam gepflegten Früchte unreif zu Boden fallen. Dieses natürliche Phänomen hat jedoch konkrete Ursachen, die sich gezielt beheben lassen. Die häufigsten Gründe für abfallende Feigen sind Lichtmangel, unzureichende Wasserversorgung und suboptimale Standortbedingungen. Verstehen Sie die Zusammenhänge und ergreifen Sie gezielte Maßnahmen, um künftig eine reiche Feigenernte zu erzielen. Mit der richtigen Pflege und einem optimalen Standort können Sie den Fruchtfall deutlich reduzieren.

Bei Feigen wird es immer vorkommen, dass die Früchte nicht ausreifen.

Hierfür gibt es mehrere Ursachen.

Nachdem die ersten Früchte wachsen, werden diese nur ein paar Zentimeter groß und fallen ab bevor sie reif sind.
Gründe hierfür können sein, dass der Feige die Sonne fehlt. Sie also schliechtweg zu dunkel wächst. Dies muss nicht einmal auf das ganze Jahr bezogen sein. Je nach Standort kann die Feige im Sommer zwar genug Sonne abbekommen, im Herbst mit dem niedrigeren Stand der Sonne, dann jedoch zu wenig. Dies führt unweigerlich dazu, dass gerade spät gebildete Früchte vorzeitig abgeworfen werden.

Auch führen zu wenige Wurzeln dafür, dass der Feigenbaum die Feigen nicht ausreichend mit Wasser versorgen kann und die Früchte abwürfet. Doch auch eine Dürrephase sorgt für das Abwerfen der Früchte, selbst wenn der Feigenbaum aus weitreichendes Wurzelwerk besitzt.

Falsche Bedingungen am Standort können auch für ein Abstoßen der Früchte sorgen. Denn der Feigenbaum ist grundsätzlich immer bereit Früchte auszubilden, doch unter den falschen Bedingungen werden diese nicht fertig ausgebildet.

Ein Standortwechsel kann helfen, dass der Feigenbaum nach einer Anpassungsphase regelmäßig Früchte bildet und diese auch reif werden.

Es gibt jedoch noch einen viel banaleren Grund, wenn Feigen nicht reif werden. Der Winter ist gekommen. Fallen die Temperaturen, obwohl der Feigenbaum mit Früchten vollbehangen ist, können die Früchte nicht mehr ausreifen. Der Wachstums- und Reifungsprozeß ist nur unter warmen Bedingungen möglich.

Die noch vorhandenen Früchte können je nachdem wie stark der Winter ist, bis ins Frühjahr am Feigenbaum verbleiben und dann sogar noch für eine kleine Ernte im warmen Frühjahr sorgen. Dafür darf dann jedoch keine kalte Witterung mehr aufkommen.